Familie und Ich – Wie gehe ich mit Schwierigkeiten um? Wie grenze ich mich ab?

Familie und Ich – Wie gehe ich mit Schwierigkeiten um? Wie grenze ich mich ab?

Seit Pluto im Steinbock (Januar 2008) steht, taucht das Thema Familie bei vielen Menschen immer wieder auf. Probleme und Vorkommnisse die tabuisiert wurden brechen sich Bahn und machen einigen das Leben schwer. Gerade Familien sind ja leider oft Brennpunkte für Unterdrücktes und Unausgesprochenes.
Aktuell ist Pluto seit April 2017 rückläufig und holt vieles nochmal auf den Tisch was bereits ein Jahr zuvor Thema war. Jetzt, da Sonne und Mars im Zeichen Krebs stehen, dem Zeichen der Familie, Herkunft und der Gefühlswelt, bekommen diese Themen zusätzlich Anschub und können erkannt und geklärt werden.

Die Krebs-Steinbock-Achse: Herkunft und Eigenständigkeit

Das Zeichen Krebs hat einen starken Bezug zu Familie und Herkunft. Krebs ist das Symbol für das Nest aus dem wir kommen und in dem wir uns sicher und geborgen fühlen möchten. Das Zeichen Krebs und der ihm zugeordnete Mond stehen für Erinnerungen an  Orte, Menschen usw. aus der Kindheit oder aus anderen Begegnungen mit denen wir uns gefühlsmäßig verbunden fühlen. Heimweh, Verletzungen und emotionale Enttäuschungen aus der Kindheit gehören genauso dazu wie das gute Essen, dass die Großmutter immer gekocht hat.

Das Zeichen Krebs und der Mond  stehen für die sensible, eher introvertierte, emotional beeindruckbare Seite in uns, die auf die Umwelt stark mit Stimmungen und Gefühlen reagiert. Das Innenleben eines krebsbetonten Menschen ist bestimmt von Gefühlen und Launen, wie Sorgen, Ängsten, Tagträumen, Phantasien und Bedürfnissen. Sein reiches Inneres, das sehr phantasievoll ist, macht ihn anlehnungsbedürftig und er hängt als Kind an Mutter, Vater oder anderen Bezugspersonen, die ihn vor der chaotischen Welt beschützen sollen. Umgekehrt behütet er auch seine Kinder vor der „bösen Welt“ und will ihnen im Extremfall alle Härte abnehmen. Ein Grund dafür ist sicher auch, dass er sich selbst dann keine Sorgen und Ängste machen muss.

Das Zeichen Steinbock und der zugeordnete Saturn dagegen stehen für Eigenständigkeit, Eigenwillen, Erwachsensein und Selbstverantwortung.  Steinbockbetonte Menschen  werden oft schon früh in ihrem Leben mit Selbstbeschränkung, Verantwortung und Verpflichtung konfrontiert und empfinden das Leben daher oft als mühselig und vergleichen es  mit einer langen, harten, entbehrungsreichen   Bergtour.   Sie konnten meist nie wirklich Kinder sein und haben früh gelernt auf eigenen Beinen zu stehen.
Steinbock gibt uns die Energie des Durchhaltens, der Selbstdiszplin und der Überwindung von emotionalen Launen, die uns davon abhalten etwas zu erarbeiten und die Realität zu meistern.

Was steinbockbetonten Menschen das Leben schwer machen kann ist nicht zuletzt der gnadenlose innere Kritiker, der alle Handlungen und Vorhaben beurteilt und ständig bewertet ob sie gut genug, regelentsprechend und „gesetzlich“ richtig sind.

Was bringt Pluto im Steinbock jetzt mit

Durch das Zeichen Steinbock kommt das Verantwortungsgefühl in Familien zum Tragen. Menschen mit einer Steinbock-Saturn-Betonung fühlen sich von der Veranlagung her oft verpflichtet Verantwortung zu übernehmen und für Stabilität zu sorgen.
Steinböcke sind ehrgeizige, tüchtige Menschen, die Leistung  bringen, können sich dabei aber überfordern und verausgaben sich dann über die Grenze und neigen zu Depressionen. Vor allem, wenn der innere Kritiker zu hart und zu bestimmend wird.
Sie sind die zuverlässigen Instanzen in Familien, die immer da sind und machen. Sie können ihre Bedürfnisse konsequent hinten anstellen und zeigen ihre Gefühle nicht. So entsteht der Eindruck, dass sie alleine gut zurechtkommen und keine Fürsorge brauchen. Innerlich kann sich bei ihnen dann eine Einsamkeit und ein bedrückendes Gefühl der fehlenden emotionalen Nahrung breitmachen, dass jetzt mit Pluto im Zeichen Steinbock aufbricht.

Pluto konfrontiert dich mit dem was sich überholt hat und verändert werden muss damit du wieder zu neuem Leben erwachst. Im Zeichen Steinbock geht es dabei um Lebensbereiche, die dich von Eigenständigkeit und Selbstbestimmung abhalten, weil du dich verpflichtet fühlst, ungeliebt fühlst, ein schlechtes Gewissen hast oder als unverzichtbare Instanz gesehen wirst, weil du vorher nie Nein gesagt hast. Pluto baut Druck auf und du kommst irgendwann an den Punkt, wo du einfach nicht mehr festhalten kannst, weil du es nicht mehr aushältst. Dann bist du gezwungen (hast die Chance) Nein zu sagen und dich um dich selbst zu kümmern.

Das gegenüberliegende Zeichen Krebs bringt die Erinnerungen an die Kindheit ins Spiel. Pluto steht dem Krebs jetzt in Opposition gegenüber, was dazu verleitet, die Schuld bei anderen zu suchen oder die anderen dienen als Auslöser für innere Krisen. Auf jeden Fall können Prägungen aus der Kindheit jetzt auftauchen und transformiert werden. Im Zeichen Krebs geht es dabei auch ums Verzeihen und um das Verständnis für die anderen. Gerade für Krebsbetonte ist es schwer verletzte Gefühle loszulassen und die Erinnerungen nicht mit Gefühlen aufzuladen. Das kann in dieser Zeit dazu führen, dass Ängste, Ungeliebtsein, Einsamkeit und Verletzungen sehr intensiv im inneren auftauchen und sie überfluten. Macht dann ein Familienmitglied oder eine andere Person eine Bemerkung die eine alte Wunde aufreißt, bricht sich etwas Bahn, dass sich anfühlen kann als wäre die ganze Welt gegen sie und es tut sehr weh.

Pluto hilft aber hinzuschauen und die Kraft zu finden über sich hinaus zu wachsen und alte Gewohnheitsmuster auszumerzen. Gewohnheitsmuster, die du dir als Kind angewöhnt hast, findest du im Zeichen Krebs und im Mond wieder. Sei es jammern, dich abschotten, verdrängen, davon laufen o.ä. deine Reaktion auf Verletzungen ist geprägt und kann verändert werden, wenn du dir bewusst machst, was gerade abläuft. Gibt es Schwachpunkte in deiner Erziehung oder  hast du unverarbeitete Kindheitserlebnisse in dir, ist der Zeitpunkt, wenn solche unbewussten Muster auftauchen gut, um sie aufzuarbeiten, zu analysieren, zu verdauen und zu verzeihen. Beim Durchhalten und Aushalten der Aufarbeitung leistet dir die Steinbockenergie dann gut Dienste und Wunden können heilen.

Ansatzpunkte um Schwierigkeiten zu meistern

 

Das Zeichen Krebs enthält die Aufgabe, sich abzunabeln und sich zu einem individuellen Menschen zu entwickeln, der aus freiem Willen und Befähigung einen Weg einschlägt, der ihn hinausführt aus dem kollektiv-genormten Verhalten. Es ist die Aufgabe eine eigenständige Persönlichkeit zu werden und sich seinen Lebensraum bewusst zu gestalten.

Fragen dazu sind:
Wer bist du tief in dir? Bist du der den deine Eltern und deine häusliche Umgebung haben möchten oder siehst du viele Dinge doch etwas anders? Kannst du Nein sagen zu Bemutterung und Fürsorge, die dich davon abhält erwachsen und selbstverantwortlich zu werden? Wo wird es Zeit, dass du die Verantwortung übernimmst, dich von Einflüssen aus der Vergangenheit befreist und Schuldgefühle ablegst die in dir auftauchen, wenn du dich abgrenzt und Nein sagst zu familiären Verpflichtungen?

Versuche dir klar zu machen, dass du für dich  und für dein Wohlbefinden auch Verantwortung trägst, nicht nur für das der anderen. Setze dir eigene Maßstäbe, die dir ganz persönlich gerecht werden und nimm nicht die Messlatte die „man“ ansetzt. Sind deine Grenzen erreicht, sei es bei der Hilfe für deine Eltern oder für deine Kinder oder im Beruf usw. dann bestehe darauf und gib Verantwortung ab. Prüfe, wo du dich verantwortlich fühlst oder zeigst, es aber gar nicht mehr nötig oder angebracht ist. Bei den Kindern „vergisst“ man schnell mal, dass sie schon älter sind und viel mehr selbst regeln können und sogar sollten. Schließlich willst du ja auch, dass sie mal Erwachsene werden, die mit dem Leben klar kommen.

Tauchen Schuldgefühle oder ein schlechtes Gewissen auf, dann hinterfrage, wo es herkommt. Hast du vielleicht nicht gelernt auf deine Gefühle und Bedürfnisse zu achten, weil du z.B. früh für deine Geschwister o.ä. sorgen musstest? Ist es heute wirklich noch nötig dich so vereinnahmen zu lassen? Welche Angst steckt dahinter? Mach dir bewusst, dass du das Recht auf ein Eigenleben hast und dich abnabeln darfst. Dein Bedürfnis nach Ruhepausen und Auszeiten ist genauso wichtig wie die Bedürfnisse der anderen.
Krebsbetonte Menschen haben oft Angst, ihre Komfortzone zu verlassen und sich auf eigene Beine zu stellen. In diesem Fall ist es wichtig, diese Ängste zu überwinden und sich Schritt für Schritt auf eigene Beine zu stellen.

Eine gute Frage ist auch, wieviel Einsatz du persönlich bringen musst und was du auch durch andere regeln lassen kannst. Kann deine Mutter beispielsweise nicht alleine zum Arzt, kannst du einen Nachbarn bitten oder eine Krankenfahrt buchen. Straft sie dich hinterher mit beleidigten Vorwürfen, dann fällt sie in den Krebs-Pol und wird zum Kind. Bleib du in solchen Fällen erwachsen und setze ihrem Verhalten  die nötigen Grenzen.

Die Besinnung auf dich selbst wird immer wichtig, wenn du dich zu sehr deiner Umgebung, geliebten Menschen usw. angepasst hast, nur um dich geliebt, zugehörig und umsorgt zu fühlen. Deine innere Sehnsucht nach einer Mutter, die immer da ist, für dich sorgt und dir alle Bedürfnisse und Wünsche erfüllt, kann dich unselbstständig, abhängig und kindlich machen. Erwachsen werden, selbstverantwortlich leben und nicht jeder Lust und Unlust ausgeliefert sein sind wichtige Entwicklungsthemen. Dazu wirst du dich auch Herausforderungen stellen müssen, vor denen du Angst hast und lieber andere für dich tun lässt oder denen du ganz aus dem Weg gehst. Herausforderungen zu meistern bringt aber Reife und Lebenskompetenz mit sich, die dir keiner mehr nehmen kann und ein gutes Gefühl hinterlassen.

Ein wichtiger Punkt ist auch, die Vergangenheit hinter dir zu lassen. Erinnerst du dich immer wieder an Dinge aus deiner Kindheit, die dich belasten, dann tust du dir selbst immer wieder weh damit. Das zieht dich emotional nach unten, macht dich unfrei und hält dich davon ab ein zufriedenes Leben zu führen. Verarbeite was hoch kommt. Ist es sehr schwierig, dann öffne dich jemandem. Wurdest du als Kind nicht emotional genährt, ist es wahrscheinlich, dass du alles alleine machst und dich abschottest. Dann ist es ein erster wichtiger Schritt zur Heilung, jemandem zu erzählen wie es dir geht und dich unterstützen zu lassen. Es ist keine Schwäche Gefühle zu zeigen und sich verletzlich zu fühlen. Es ist für dich nur ungewohnt und macht dich erstmal unsicher, aber es lohnt sich! Indem du dich emotional öffnest, findest du zur Selbstliebe zurück und kannst anderen besser verzeihen.

Nimm dich selbst ernst, sorge für dich und gib dir das, was dir in der Kindheit nicht gegeben wurde! Heute bist du erwachsen, darfst selbstbestimmt leben und hast die Pflicht dich so gut um dich zu kümmern, wie es nur möglich ist! Nur so kannst du auch für andere da sein und Verantwortung übernehmen, die wirklich deine ist.
Sei nicht hart und verbittert oder klein und schwach, das hast du nicht verdient! Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit!

Alles Gute
Andrea Bschlangaul

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