Beratung nach Rogers

Beratungsansatz nach Rogers:

Damit in der Beratung eine tragfähige Beziehung entstehen kann, sollte ein Berater nach Rogers folgende fördernde und notwendige Bedingungen erfüllen:

  • Empathie (einfühlendes Verstehen):
    Der Berater soll sich in das Erleben des  Klienten hineinversetzen und sich bemühen diesen von seinem Bezugspunkt aus zu verstehen.
    Durch das Verständnis der astrologischen Symbole und deren Bedeutung kann ich den Bezugspunkt zügig und genau erfassen und das Erleben gut nachfühlen.
  • Akzeptanz (Wertschätzung und Respekt):
    Damit ist gemeint, dass der Berater den Klienten so wie er ist (seine Gedanken, Gefühle, Einstellungen und Verhaltensweisen), ohne irgendeine Vorbedingung annimmt und ihm echten Respekt entgegenbringt.
    Meine Meinung ist, dass (fast) nichts die Toleranz gegenüber anderen, so gut fördert wie die Astrologie. Jedes Horoskop enthält dieselben Bestandteile, nur in einer sehr individuellen Anordnung. So entsteht, dadurch, dass ich mein eigenes Horoskop erforscht habe ganz automatisch Respekt für jedes andere.
  • Kongruenz (Echtheit, Übereinstimmung mit sich selbst):
    Kongruenz erfordert, dass der Berater er selbst ist.
    Ich gehe davon aus, dass jeder, der Astrologie lernt und anwendet, das Ziel hat, er selbst zu werden und zu sein.

Gesprächsatmosphäre:

Im Beratungsansatz nach Rogers geht es darum, eine Gesprächsatmosphäre zu schaffen, die es dem  Klienten möglich macht, das zu zeigen, auszudrücken und zu akzeptieren was wirklich in ihm vorgeht. Dabei ist es wichtig, dass er das Gefühl bekommt angenommen zu sein und akzeptiert zu werden ohne, dass er meint, sich verteidigen zu müssen. Das macht es möglich, dass er sich mit seinem inneren emotionalen Erleben 
auseinandersetzt und er kann seine eigenen Gefühle und Erfahrungen in sein Selbstkonzept integrieren. Auf diese Weise wird das Selbstvertrauen und damit der Handlungsspielraum, die Unabhängigkeit und die Selbstständigkeit größer und der Weg für eine weitere Entwicklung der Persönlichkeit bleibt frei.

Orientiere ich mich dabei am Geburtshoroskop, kann ich meinen Klienten sehr oft ein, zwei Sätze sagen, bei denen sie sich sofort erkannt fühlen. So entsteht eine vertrauensvolle Wohlfühlsituation, die eine gute Ausgangssituation zur Problemlösung ist. Ich bemühe mich, das Menschenbild von Rogers zu leben und wünsche mir, dass meine Klienten wachsen und Selbstvertrauen und Selbstbestimmung leben.

Das Menschenbild von Rogers spricht mich sehr an:

C.R. Rogers hat ein dynamisches Bild vom Menschen. Er sagt, dass der Mensch durch fortwährendes Werden und Wachsen bestimmt ist und dass das Hauptbedürfnis des Menschen ist, sich im Vertrauen auf die förderlichen, aufbauenden Kräfte seiner Natur zu entfalten.
Gut zu leben, heißt nach Rogers, dem Leben eine Richtung zu geben, und zwar im Austausch mit anderen Menschen.

Im Idealfall entwickelt der Mensch durch seine Erfahrungen mit der Umwelt ein positives, gut funktionierendes Selbstkonzept, dass getragen ist von Selbstwert, Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein. Eine besondere Bedeutung haben dabei die ersten Bezugspersonen des Kindes, im Normalfall die Eltern. Aber auch andere wichtige Begegnungen, Erlebnisse und Erfahrungen prägen das Selbstkonzept des Menschen.

Selbstkonzept

Dieses Selbstkonzept oder Selbstbild aktualisiert sich ständig und strebt nach persönlicher Selbstverwirklichung, Vervollkommnung und Unabhängigkeit. Es will reifen, wachsen und Erfüllung finden. Diese innere Kraft (die sog. Aktualisierungstendenz) hat der Mensch mit der gesamten, lebendigen Natur gemeinsam. Sind allerdings die Umweltbedingungen (das „Klima“) nicht stimmig, kann diese Aktualisierungstendenz behindert oder sogar verhindert werden.

Das Selbstkonzept, dass sich schon in früher Kindheit entwickelt, kommt immer wieder in Konflikt mit den Anforderungen und Erwartungen der Umwelt (Eltern, Gleichaltrigen, Schule, Kultur usw.). Dieser Konflikt kann so beschrieben werden: „ Ich finde etwas gut, was mir Spaß macht, was mir wichtig ist – aber die anderen sind dagegen und lehnen es ab. Ich will aber, dass die anderen mich akzeptieren und gern haben.“
Die Wertvorstellungen (Verbote und Gebote) der anderen werden in der Regel verinnerlicht und können durchaus stimmig in das Selbstkonzept eingefügt werden, wenn dabei kein tiefes Misstrauen in die eigene Wahrnehmung entstanden ist.

Es kommt aber häufig vor, dass die innere Stimmigkeit gestört wird und die eigenen Erfahrungen, Bedürfnisse und Wünsche ignoriert oder unterdrückt werden. Dadurch wird das Selbstwertgefühl instabil und ein Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten und Kräfte ist nicht mehr oder nur noch teilweise vorhanden. Es entsteht eine Widersprüchlichkeit zwischen dem eigenen Erleben und den verinnerlichten Werten, die in das Selbstkonzept aufgenommen wurden. Die Person stimmt nicht mehr mit sich selbst überein.

Ein Beispiel:
Ein Säugling verspürt Hunger und schreit nach der Mutter. Die Mutter füttert streng nach einem Vier-Stunden-Rhythmus und lässt das Kind noch warten, bis es Zeit ist für die Flasche und reagiert vielleicht auch noch mit Ärger, wenn das immer wieder vorkommt. Das Kind gewöhnt sich an den vorgegebenen Rhythmus und verliert den intuitiven Zugang zu seinem eigenen Hungergefühl. Es wird sehr früh in eine äußere Form gefügt und bekommt Angst, wenn es nicht gehorsam ist, da sein Überleben von der Mutter abhängt. Es wird sich in seinem Leben wohl immer zurücknehmen um nicht in Gefahr zu kommen und die eigenen Bedürfnisse hinten anstellen.

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