Das Tierkreiszeichen Fische

Das Tierkreiszeichen Fische: Chaos und Opfer?

Bei der letzten Vollmondmeditation ging es um das Tierkreiszeichen Fische. Wie jedes Mal bei diesen Meditationsabenden, begegnet mir die jeweilige Energie in Form eines Teilnehmers. Das Zeichen Fische kann Themen wie: Chaos, Opfermentalität, Medialität, Weltflucht, Illusion und Verwirrung mit sich bringen. Eine Teilnehmerin des Abends verbreitete von Anfang ein so etwas wie Chaos und Leid.
Im Anschluss an die Meditation, habe ich kurz mit ihr über ihr Horoskop gesprochen. Sie wusste schon alles über ihre Konstellationen, da sie irgendwann mal eine astrologische Ausbildung gemacht hatte. So fing sie an zu erzählen, welches Schicksal sie hat, da sie ja eine „Wasserbetonung“ in ihrer Radix habe und das Element Erde ganz fehlt und überhaupt sei sie ja dazu „verdammt“ ein Einzelkämpfer zu sein, da ihr Mondknoten im 1. Haus steht usw. usw.

Zuerst einmal, war ich erschlagen von all den Informationen, die sie mir um die Ohren haute, das löste bei mir Verwirrung (Fische) aus, dann versuchte ich das Chaos (Fische) das sie in mir auslöste zu ordnen um dann schlussendlich doch festzustellen, dass sie sich in eine Opferrolle (Fische) manövriert hat und die Realität nur durch den Schleier der Illusion (Fische) wahrnimmt.
Natürlich hat diese Frau eine Betonung des Elements Wasser in ihrem Horoskop, das macht sie beein-fluss-bar und beeindruckbar, das heißt aber noch lange nicht, dass das ihr unabwendbares Schicksal ist! Durch ihre Veranlagung, war sie auch sehr empfänglich für die Botschaften, die sie von ihrer Astrologie-Lehrerin bekommen hat. Da ihr das Element Erde fehlt, hat sie es schwer, alle Eindrücke, die sie aufnimmt mit der Realität abzugleichen. So kann schnell eine Flucht in eine Scheinwelt entstehen, es wäre wichtig gewesen im Zuge ihrer Astrologie-Ausbildung darauf zu achten! Gerade die Fische-Energie bedarf eines gesunden Menschenverstandes, da sie, durch ihre sehr feinstoffliche Art, schwer zu greifen ist!

Im Horoskop dieser Teilnehmerin stehen alle Planeten die sich in Wasserzeichen befinden in sogenannten Erdhäusern. Das heißt, ihre Entwicklungsaufgabe ist es, die fließenden, gefühlvollen, wässrigen Energien in eine Form zu bringen, die sie realisieren kann. Es ist nicht ihr Schicksal das ewige Opfer zu sein, weil sie so feinfühlig und sensibel ist, nein, im Gegenteil, sie hat die Chance ihre Feinfühligkeit konkret zu nutzen um ihre Lebensrealität so zu gestalten, dass sie zu ihr passt.
Die Einstellung, dass das Leben ein Schicksal beinhaltet, das nicht zu ändern ist, ist uralt und findet schon lange keine Verwendung mehr in der Astrologie! Das Leben hält Aufgaben bereit, die wir meistern können, wir haben einen freien Willen und sind Schöpfer unserer eigenen Realität. Bleiben wir allerdings in der Komfortzone, was eine Opferhaltung durchaus sein kann, müssen wir das „Schicksal“ machen lassen! Wer nicht selbst tut, dem wird getan! Indem das Leben uns dann immer wieder neue Herausforderungen bringt, bietet es uns laufend neue Möglichkeiten, unsere Themen zu erkennen und zu bearbeiten.

Im Falle dieser Frau, ist wahrscheinlich eine Ent-täuschung die einzige Möglichkeit, auf den Boden der Tatsachen zurückzufinden. Der eigentliche Auftrag der Fische-Energie, mit ihrem Herrscherplaneten Neptun, ist es nämlich, den Schleier zu lüften, die Täuschung aufzuheben und die Wahrheit dahinter sichtbar zu machen!

Hier ein Auszug aus dem Text zur Vollmondmeditation im Zeichen Fische:

Mystische Neigung-Dualitätserfahrung 

  • Die Suche nach dem Geheimnisvollen, Göttlichen lässt ihn das Höchste suchen; er möchte die nüchterne Wirklichkeit auslöschen und ihr einen anderen Sinn geben
  • Das kann dazu führen, dass er der Wirklichkeit einen anderen Sinn gibt; versteigt er sich darin, kann das zur Lebenslüge werden; sein Leben stimmt nicht mit seinen Vorstellungen überein
  • Die Spannung zwischen Geist und Materie ist schwer zu vereinen
  • Es entsteht eine Dualität zwischen Seele und Persönlichkeit; der eine Teil will sich hingeben und auflösen, der andere hat Angst sich selbst zu verlieren und will er selbst bleiben
  • Er will die Individualität in der höchsten Form (Verschmelzung mit dem Universum) erleben, fürchtet sich aber vor der totalen Isolation und der Einsamkeit (Körpergrenzen wahrnehmen lernen) 

Leben und Tod 

  • Da die Fische-Energie leicht zu Entgrenzung führt, besteht die Gefahr, dass die auflösenden Kräfte überhand nehmen (Burn-Out); dagegen hilft nur der Wille zum Leben, sonst werden wir in das Nichts hineingezogen und verlieren den echten Realitätsbezug, der zu einem gesunden Leben gehört
  • Es liegt an unserem Lebenswillen, der stark genug sein muss, um auf einen Neubeginn zuzugehen
  • Damit kämpft jeder von uns hin und wieder, z.B. wenn wir körperlich krank sind, wenn wir mutlos und enttäuscht sind oder wenn wir nur noch das Negative sehen und Gefahr laufen in eine Depression zu fallen; dagegen müssen wir uns wehren, indem wir das Leben, so wie es ist voll bejahen, und uns bemühen, das Beste aus allem zu machen
  • Willensenergie ist wichtig um nicht davon zu schwimmen und sich nur noch treiben zu lassen (Pluto als esoterischer Herrscher) 

Der absteigende Mondknoten im 1. Haus, den sie als Schicksal zum Einzelkämpfer bezeichnet, steht im Zeichen Zwillinge. Ich persönlich finde das Zeichen, in dem der Mondknoten steht, sehr wichtig, da es anzeigt, wie wir in diesem Bereich agieren. Das erste Haus ist der Bereich der Ich-Durchsetzung, das Zeichen Zwillinge ist jedoch nicht unbedingt egoistisch. Im Zusammenhang mit dem ganzen Horoskop gesehen, was sowieso immer der Fall sein sollte, zeigt ihre Mondknotenachse den Entwicklungsschritt hin zu mehr eigenständigem Denken an, dass sie auch gegenüber den Menschen, die ihr begegnen vertreten soll.

Womit sich der Kreis zu ihrer Astrologie-Ausbildung und dem was sie dort für sich aufgenommen hat, wieder schließt!

Alles Liebe
Andrea

Habt ihr auch schon Ähnliches erlebt und wie geht ihr damit um?
Ich freue mich über eure Kommentare!

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