Die dreifache Persönlichkeit/ Teil 4

Ungleichgewicht der Persönlichkeitsplaneten: 

Lebt ein Mensch hauptsächlich aus seiner Sonne heraus und vernachlässigt dabei den Mond, wird er im Extremfall sehr rational, kopflastig und egoistisch. Er versucht alles mit dem Verstand zu klären und kann dabei gefühllos und wenig einfühlsam wirken. Er trifft Entscheidungen, die nur auf seinen eigenen Willen abzielen ohne daran zu denken, dass er andere damit verletzen könnte. Er tut was er will und wird dabei unsozial. Er glaubt insgeheim, die ganze Welt würde sich um ihn drehen und verlangt Anerkennung für das was er kann und weiß. Ohne Mond-Ich führt ihn das irgendwann in die emotionale Einsamkeit und Kontaktlosigkeit zu anderen Menschen, die ihm Liebe, Geborgenheit und Dazugehörigkeit geben können.

Der Mond im Menschen bringt die Verbindung zu anderen mit hinein und beugt somit der Rücksichtslosigkeit der Entscheidungen vor. Er bringt Kontakte mit Mitmenschen, damit man seine eigenen Gefühle und Bedürfnisse erkennen kann. Durch den Mond kann man spüren, dass persönliche Entscheidungen auch in anderen etwas bewirken und man lernt genauer darüber nachzudenken was man will und tut. Außerdem ist es möglich, seine Entscheidungen dahingehend zu überdenken, dass man sich dabei selbst auch wohlfühlt. Hat man die Wahl zwischen mehreren Möglichkeiten, so ist es bestimmt bereichernd diejenige zu wählen, bei der die seelischen Bedürfnisse auch befriedigt werden und man sich wohler fühlen kann. Im Zusammenspiel mit Saturn werden hier die nötigen Grenzen aufgezeigt. Das Sonnen-Ich kann sich beschränken und abwägen, daraus entsteht eine vernünftige, wohlüberlegte Vorgehensweise und Risikobereitschaft. Handlungen werden auf Nutzen, Sicherheit und Realitätsbezug geprüft und werden dann klar und zielsicher ausgeführt.

Überwiegt im Leben eines Menschen der Mond, dann macht er sich schlussendlich abhängig von anderen. Er braucht immer die Bestätigung der anderen, um sich selbst zu spüren und macht seine Entscheidungen von der Reaktion der Anderen abhängig. Solche Menschen neigen dazu Beziehungen einzugehen, die nicht auf Augenhöhe gelebt werden, sondern in Abhängigkeit und Unentbehrlichkeit enden können. Sie brauchen sozusagen den anderen um ein Ich zu haben. Wird an der Entwicklung der Persönlichkeit und des Eigenwillens (Sonne) gearbeitet, ist es notwendig zu lernen eigene Entscheidungen zu treffen und an sich selbst zu denken, was sicher am Anfang nicht leicht ist. Um bei der Stange zu bleiben und die nötige Stärke und Ausdauer aufzubringen braucht es wieder Saturn, der bei der Abgrenzung hilft und uns zeigt, dass wir für uns selbst sorgen können. Um andere Leute bedingungslos und frei lieben zu können, müssen wir uns selbst lieben lernen, wissen was unsere  emotionalen Bedürfnisse sind und auch selbst für ihre Befriedigung sorgen können. Ist das nicht der Fall, versuchen wir immer unsere Partner dafür verantwortlich zu machen, was zwangsläufig in Unverständnis und Überforderung führt.

Lebt man nun überwiegend auf der saturnischen Ebene, ist das Leben wohl mehr ein funktionieren als ein Selbstbestimmtes. Es gibt dann viele Hürden, Pflichten und starre Regeln die eingehalten werden müssen. Dass das Leben dann irgendwann keinen Spaß mehr macht, ist offensichtlich. Man schneidet sich von jeglicher Eigenbestimmheit und jeglichem befriedigendem sozialen Kontakt ab. Das wären dann die typischen verhärteten Eigenbrötler, die ihren täglichen Verpflichtungen nachgehen und niemand an sich ranlassen. Das Ausbrechen aus der Routine würde Angst und Unsicherheit mit sich bringen, genauso wie die Offenheit anderen Menschen gegenüber. Mit der Sonne können solche Menschen über sich selbst nachdenken und herausfinden, dass es viele Möglichkeiten gibt das Leben eigenschöpferisch zu gestalten. Der Mond hilft dabei sich wieder zu öffnen, sich selbst zu spüren und herauszufinden, dass vieles im Leben einfach schöner ist, wenn man es zusammen mit anderen macht und dass es gut tut, sich auch mal zu verwöhnen und auf seine emotionalen Wünsche einzugehen.

Hier noch ein Zitat aus dem Lernheft zum Studium der Astrologischen Psychologie:

„ In der Entwicklung unserer Persönlichkeit über die drei Ich-Planeten müssen wir aufpassen, dass wir keinem erlauben, so stark zu werden, dass er die beiden anderen beherrscht. Es besteht ein Bedürfnis nach Gleichgewicht. Die meisten von uns neigen dazu, einen der Ich-Planeten zu bevorzugen und leben ihr Leben, indem sie ihn höher einstufen als die beiden anderen. So können wir z.B. unseren Gefühlen erlauben, stark in den Vordergrund zu treten und unser Leben zu bestimmen, so dass wir keine Entscheidung basierend auf der praktischen Realität zu treffen vermögen. Oder wir lassen

 Uns so stark von unserem Sicherheitsbedürfnis beherrschen, dass wir in bestimmten Situationen aus Angst vor den Konsequenzen völlig unbeweglich oder stur sind.“

Je nachdem in welchem Tierkreiszeichen Sonne, Mond und Saturn in unserem Horoskop stehen, haben sie einen bestimmten Charakter, also eine bestimmte Art und Weise sich bemerkbar zu machen, was nochmal eine differenzierte Deutung möglich macht. Daraus ergeben sich vielfältige Möglichkeiten, uns bewusst zu machen was wir als Persönlichkeit brauchen um uns ganz und im Gleichklang zu fühlen.

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