Fische: Erlösung, Hilfsbereitschaft und Chaos

Fische-Betonung

In diesem Jahr gibt es ab 13. März eine Ballung von vier Planeten (Sonne, Merkur, Venus und Neptun) und dem Asteroiden Chiron im Tierkreiszeichen Fische.
Das ist eine enorme Betonung der Themen, die dem Fische-Zeichen zugeordnet sind.
In letzter Zeit begegnen mir Menschen, die sich ausgelaugt, überfordert, müde, antriebslos und „burnout-ähnlich“ fühlen, so habe ich mir einige Gedanken gemacht, die ich mit euch teilen möchte. Einiges davon erinnert an den  letzten Artikel über das Saturn-Neptun-Quadrat.

Merkmale Fische, Neptun, 12. Haus

Zuerst liste ich einige Merkmale auf, die dem Zeichen Fische, seinem Herrscher Neptun und dem zugehörigen Bereich im Horoskop, dem 12. Haus zugeordnet werden:
Auflösung, Erlösung, Sehnsucht, Schwäche, Spiritualität, Einfühlsamkeit, Grenzenlosigkeit, Illusionen und Träume, Rückzug und Auszeit, Sensibilität, Überwindung der engen Struktur, Nächstenliebe, Opfer und Aufopferung, Kunst und Musik, diffuse Ängste usw.

Schwäche und Ausgelaugt-Sein

Daraus ergibt sich schon, dass bei einer solchen Betonung des Fische-Zeichens wie es sie jetzt gibt, die obengenannten Themen die mir begegnen hervorgehoben und angetriggert werden.
Bei den einen macht sich das bemerkbar, indem sie jetzt so schwach werden und sich so ausgelaugt fühlen, dass nichts mehr geht. Das kommt daher, dass sie viel zu lange nicht auf ihre Grenzen geachtet haben, sich regelrecht aufgeopfert haben ohne es zu merken und sich so im Grunde genommen selbst ausgebeutet haben. Für diese Menschen ist es wichtig, ganz bewusst in sich selbst hineinzuspüren, wann die Belastbarkeitsgrenze erreicht ist und dann auch die Konsequenz zu ziehen und Nein zu sagen.

Dabei kann Sport helfen, der sanft die Körperwahrnehmung fördert und gleichzeitig das Innenleben nicht vernachlässigt, wie z.B. Yoga, Qigong, Schwimmen o.ä. oder der Aufenthalt in der Natur und eine regelmäßige Auszeit durch tägliche Meditation. Eine gute Möglichkeit ist auch das Tagebuchschreiben um wieder Kontakt zu sich und seinen Gedanken und Gefühlen zu bekommen und herauszufinden, was man wirklich für sich selbst möchte und wo man sich zu weit von sich selbst entfernt.

Selbst, Identität, Erziehung

Die Grenzenlosigkeit von Fische und Neptun kann soweit gehen, dass man das Ich-Gefühl verliert und seine Identität nicht mehr genügend wahrnimmt. Die Weichen für eine stimmige, reife Identität werden schon in der Kindheit gelegt und hängen unter anderem von der Erziehung ab.
Die wichtigste Grundlage für die Entwicklung des Selbst ist die emotionale Beziehung zu den Eltern oder anderer wichtiger Bezugspersonen. Kann ein Kind sich gefühlsmäßig nicht in den Eltern spiegeln, d.h. sein Gefühle ausdrücken und ein Feedback bekommen, dann findet es sein Inneres nicht und spürt nicht, wie es sich von anderen unterscheidet, sprich abgrenzt.
Durch Aufmerksamkeit, Zuhören und Einfühlsamkeit der Eltern lernt das Kind, wie es auf andere wirkt und auch wie andere Menschen auf das Kind wirken, so kann es herausfinden, was ihm gut tut, was es möchte und worauf es verzichten kann. Hat dieser Vorgang in der Kindheit nicht gut funktioniert, sucht man immer wieder nach dieser Bestätigung und geht dabei sehr oft über die eigenen Grenzen. Daraus ergibt sich die Sehnsucht, die so typisch ist für das Fische-Prinzip.

Sehnsucht, Burn-Out, Sucht

Diese Sehnsucht kann dann zerstörerische Ausmaße annehmen, die sich in Form von Burn-Out bis hin zur Sucht zeigen können. Haben Kinder sehr schwache, hilflose oder sogar süchtige Eltern erlebt, übernehmen sie oft die Verantwortung selbst, die eigentlich die Aufgabe der Eltern wäre. Dadurch können Situationen entstehen, bei denen man als Erwachsener viele Aufgaben übernimmt und nicht merkt, dass es schon längst zuviel ist und die Möglichkeit gar nicht mehr in Betracht zieht, dass es andere gibt, die einen unterstützen können oder denen man ihre Aufgaben selbst überlassen kann.


Der innere Antrieb ist der verinnerlichte Glaube, dass keiner da ist, der sich kümmert. Da hilft es ungemein, genau hinzuschauen und den Hintergrund der eigenen Verhaltensweise zu erkennen um dann bewusst dagegen anzusteuern. Das bringt dann das Problem des Nein-Sagen-Könnens auf den Plan, das für viele Menschen erstmal ein großes Hindernis sein kann und leider oft erst möglich ist, wenn man körperlich nicht mehr in der Lage ist bestimmte Dinge zu tun. So gesehen steckt in so mancher Krankheit und Schwäche eine Erlösung und die Chance sich zurückzuziehen und wieder Kontakt mit sich selbst aufzu-nehmen. Der Akku kann wieder aufgeladen werden und die Kraft für Veränderungen kommt wieder.

Strukturauflösung

Andere erleben die Fische-Betonung so, dass sich Strukturen auflösen, die ihnen wichtig waren, die sie aber vom menschlichen Miteinander und der emotionalen Verbundenheit getrennt haben. Ein gutes Beispiel ist die Flüchtlingswelle. Viele haben sich eine gut funktionierende, stabile Basis geschaffen, die ihnen vermeintliche Sicherheit und Versorgung gibt. Jetzt kommen plötzlich sehr viele Hilfesuchende ins Land und lösen den Trugschluss der stabilen Ordnung auf.
Dadurch kann das Bewusstsein für die größeren Zusammenhänge und gegenseitige Beeinflussung der Menschheit geweckt werden. Durch die neuen Medien ist die ganze Welt miteinander verbunden und die ärmeren Menschen sehen wie es in anderen, reicheren Ländern zugeht, was natürlich Sehnsüchte und den Wunsch nach Erlösung vom harten, entbehrungsreichen oder vom Krieg zerstörten Leben weckt. Von den Auswirkungen, die die Waffenherstellung, die so manchem einen Arbeitsplatz und guten Lohn beschert, hat, möchte ich hier gar nicht weiter reden.

Gleichzeitig müssen wir erkennen, dass es keine feste Sicherheit gibt und dass das Leben ein ständiger Fluss von Veränderung und Weiterentwicklung ist. Hier ist die Auflösung und die Grenzenlosigkeit des Fische-Prinzips ein wichtiger Punkt der berücksichtigt werden soll und kein zerstörerischer wie es beim Burn-Out der Fall ist.

Angst

Natürlich macht so ein Prozess Angst, vor allem wenn das Chaos immer größer wird und sich keine Ordnung ergibt um die Veränderungen in geregelte Bahnen zu lenken.
Diese Ängste kann jeder für sich selbst ergründen und der eine oder andere wird sicher erkennen, dass die Angst vermindert werden kann, wenn man erkennt, das Geld und Besitz nicht so viel Sicherheit bieten können, wie ein verlässliches Netz aus Menschen die einem nahestehen und in der Not helfen und unterstützen.
Mittlerweile hat ja jeder schon gemerkt, dass sich die Flüchtlingsproblematik nur miteinander lösen lässt, leider gibt es immer noch zu viele Unstimmigkeiten unter den einzelnen EU-Ländern. Vielleicht kommt diese Sache ja mehr in den Fluss, wenn sich am 13. März die Venus zu den anderen Planeten im Fische-Zeichen gestellt und für Diplomatie und Verhandlungs-bereitschaft sorgt. Wichtig ist dabei das Bewusstsein, dass es nötig ist, das jedes kleine Teil dazu beiträgt, um das Ganze am Laufen zu halten und in eine gerechte Ordnung zu bringen. Jeder Einzelne dient mit seiner Aufgabe dem Gesamten und nur miteinander wird es funktionieren. Machtgehabe und Verantwortungsverschiebung ist nicht nützlich und vergrößert das Chaos umso mehr.

Auflösen und Dahinterschauen

Grundsätzlich ist die Auflösung des Vordergründigen und das Dahinterschauen beim Fische-Prinzip wichtig. Habt ihr also Probleme oder tauchen Ängste, Krankheiten usw. auf, fragt euch was dahinter steckt und wo ihr bis jetzt nicht hinter den Schleier geschaut habt. Körper, Geist und Seele sind eins und ein körperliches Problem hat mit seelischen Ursachen genauso zu tun wie mit dem was in unserem Kopf vor geht und welche Gedanken wir haben oder welche wir uns machen.

Seid achtsam und passt gut auf euch auf!
Andrea Bschlangaul

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