Schütze: Sinn und Hoffnung

Der jetzige Zeichenwechsel der Sonne bringt uns zum Zeichen Schütze. Am 22.11.2014 um 10.39 Uhr verlässt die Sonne den Skorpion und wandert in den Schützen. Nach der intensiven, dunklen und tiefgründigen Phase der Skorpion-Energie geht es wieder hinauf dem Licht und der Hoffnung zu, bis im Dezember die Wintersonnenwende den Tag wieder länger werden lässt.

Nachdem uns die Skorpionzeit mit den dunklen Seiten des Lebens konfrontiert hat, heißt es nach vorne schauen, das was wir im Tiefen bereinigt und erlöst haben hinter uns lassen und mit neuer Hoffnung nach einem höheren Sinn und Erfüllung suchen. „Nach jedem Tief folgt ein Hoch“, beschreibt den Wechsel der Sonne vom Skorpion in den Schützen sehr gut. Jede tiefe Erfahrung, die wir meist als extrem und schwer empfinden, birgt in sich eine Chance an ihr zu wachsen und mit neuem Bewusstsein und gereift aus ihr hervorzugehen und uns mit der Gewissheit, dass wir es geschafft haben zu erfüllen. Diese Erfüllung, gepaart mit neuer Hoffnung und neuem Selbstvertrauen ist das Metier des Schützen. An Herausforderungen zu wachsen gibt uns auch den Mut und die Zuversicht, dass wir uns neue Gebiete und neue Wege erobern können, was unseren Horizont erweitert und uns immer wieder weitergehen lässt. Das Leben ist Wachstum, Erweiterung und Erfahrung, aber nicht nur äußerlich und materiell, sondern überwiegend im Inneren, seelisch, im Bewusstsein und im Denken und Begreifen des höheren Sinns des Lebens.

Betrachtet man das Leben aus einer höheren Warte, von der aus alles einen übergeordneten Sinn hat, kann man die Abgründe und die Polarität des Irdischen, die uns immer mit zwei gegensätzlichen Seiten desselben Themas konfrontiert, überwinden und im Glauben an eine Gerechtigkeit des Universums Zuversicht und Freude finden.

Die Schütze-Energie fordert uns auf, aus unseren Lebenserfahrungen heraus, eine eigene Sicht auf die Dinge zu entwickeln und diese im Austausch und in der Kommunikation mit anderen, zu verfeinern, um die Welt optimaler, gerechter und menschlicher zu gestalten. Der Schütze kämpft für seine Überzeugungen, da er an sich und an eine höhere Instanz (Gott, das Universum usw.) glaubt und damit das Gute und Hoffnungsvolle in die Welt tragen möchte.

Natürlich unterliegt er hier der Gefahr übers Ziel hinauszuschießen und missionarisch und belehrend zu wirken. Deshalb ist es unerlässlich, das ihm gegenüberliegende Zwillinge-Zeichen nicht aus den Augen zu verlieren, das zum Zuhören, Dazulernen und zum gesunden Zweifel auffordert. Die Zwillinge-Schütze-Achse fordert uns auf, aus allem Gelernten, Gehörten, Gelesenen eine Zusammenfassung zu erstellen um ein sinnvolles Ganzes zu erhalten, das für jeden individuell erfahrbar, begreifbar und fördernd sein soll.

Wieviel gute Ratschläge und Lebenseinstellungen haben uns Eltern und Erzieher mitgegeben, von denen sie aufgrund ihrer eigenen Lebenserfahrung überzeugt sind, haben dabei aber vergessen, dass wir Individuen sind und ganz andere, eigene Erfahrungen machen, die Zeiten und Anforderungen sich verändern und wir mit ihren Überzeugungen irgendwann nicht mehr klar kommen. So ist es für jeden von uns wichtig, sich von Zeit zu Zeit mit unseren inneren Überzeugungen und Glaubenshaltungen auseinanderzusetzen und zu überprüfen was uns noch beim Wachsen hilft und was uns eher hemmt. Die Schütze-Zeit ist ein guter Zeitpunkt dazu, einfach mal auszuprobieren, welche Erfahrung ich mache, wenn ich Situationen mal mit einer anderen Einstellung begegne. 

Das Quadrat zwischen Pluto im Steinbock und Uranus im Widder gibt immer noch Zündstoff um sich aus Begrenzungen und überholten Machtstrukturen zu befreien. Wichtig dabei ist, nichts übers Knie zu brechen und keine Gewalt anzuwenden. Der Weg führt über die Suche nach dem was Sinn macht, verändert und verwandelt zu werden und über die bewusste und besonnene Vorgehensweise.

Mond, Merkur und Saturn im Skorpion wollen ein konsequentes Überdenken unserer unbewussten gefühlsmäßigen Prägungen, ohne deren Bereinigung wir die Schütze-Energie nicht optimal nutzen können. Hält uns das Dunkle gefangen, gehen wir nicht ins Licht. Besonders in Beziehungen und Freundschaften kann es sich jetzt lohnen, zu hinterfragen, welche uns noch erfüllen und vorwärtsbringen und welche uns eher einschränken und im alten Fahrwasser halten. Der Wunsch nach Selbstverwirklichung und neuer Lebensfreude ist groß und kann bestehende Beziehungen neu beleben. Konsequentes, ehrliches Vorgehen und die Übernahme von Eigenverantwortung, ohne Schuldzuweisung an den anderen, bringen uns dabei dem angestrebten Ziel näher. 

Ich wünsche uns allen eine erfüllte und hoffnungsvolle Zeit! 

Andrea Bschlangaul

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