Tierkreiszeichen Skorpion – Abschied, Kraft und Flüchtlinge

Zeichenwechsel Waage-Skorpion

Am 23. Oktober um 19.48 Uhr wechselt die Sonne in das Tierkreiszeichen Skorpion. Es kommt wieder die Zeit des Abschieds, was sich am deutlichsten in den fallenden Blättern und dem extremen Rückzug der Natur zeigt. In diese Zeit fallen auch Gedenktage, wie Halloween und Allerheiligen, die an unsere Verstorbenen und Ahnen erinnern. Die Tage werden kürzer, das Licht weniger, die Schatten mehr.

Dunkelheit, der Weg nach Innen

Ich habe kürzlich einen interessanten Artikel über die Dunkelheit gelesen und erfahren, dass in den vergangenen Jahren Wissenschaftler versucht haben die Dunkelheit zu erforschen.
Von Blinden ist ja bekannt, dass sich das Sehzentrum umprogrammiert und sich andere Sinne dafür schärfen, so können Blinde vieles genauer erspüren und ertasten als Sehende.
In den Tests hat sich bestätigt, dass im Dunkeln die übrigen Sinne schärfer wurden.

Die Dunkelheit bietet uns also die Möglichkeit uns nach innen zurückzuziehen, andere Wahrnehmungsmöglichkeiten zu entwickeln und sich unseren Schatten zu widmen. Alles in der Natur hat einen Sinn und erfüllt eine Aufgabe. Vielleicht ist die Aufgabe des Skorpions ja uns nach innen zu drängen, uns selbst wahrzunehmen ohne die Möglichkeit der Sicht nach außen, da die Augen in der Dunkelheit nicht sehr produktiv sind!?
Vielleicht gefällt uns nicht immer was wir dort sehen und wir fühlen uns wertlos ohne das Äußere, ohne die Sicht auf das was wir geschaffen und erbaut haben?
Vielleicht haben wir auch Angst davor, alles was uns so wichtig erscheint an Sichtbarem, Materiellem zu verlieren, weil die Natur uns zeigt, dass nichts für ewig bleibt und die schönsten Blüten und Früchte irgendwann absterben und zu Kompost werden?

Geben Krisen Kraft?

Es besteht allerdings auch die Möglichkeit, dass wir dort im Dunkeln verborgene Schätze entdecken, die wir nur ausgraben können, wenn wir tief in uns hineinschauen.

Viele Menschen haben in schweren Zeiten erst entdeckt zu was sie fähig sind, wieviel Kraft in ihnen steckt und sind hinterher reicher und mit mehr Selbstvertrauen durchs Leben gegangen. Meistens setzen sie neue Prioritäten, erkennen dass sie an etwas festgehalten haben, dass im Endeffekt gar nicht so wichtig und schon gar nicht lebensnotwendig war.

Die Kraft des Skorpions weist uns diesen Weg: aus der tiefsten Tiefe heraufzusteigen ins Licht und zu erkennen was wir im Kern wirklich sind und schaffen können.
Er lehrt uns, dass wir nicht alles kontrollieren können, dass es Kräfte und Mächte gibt, die stärker sind als wir und dass wir loslassen sollen um nicht mitgerissen und verschlungen zu werden.
Der freie Wille erlaubt uns beides: Schwieriges zu durchleben, loszulassen und neu anzufangen oder festzuhalten, daran zu verzweifeln und zu Grunde zu gehen.
Es ist unsere Entscheidung, welchen Weg wir wählen.

Der Mensch denkt und Gott lenkt

In diesen Tagen, in denen die Flüchtlings- und Kriegsdynamik das vorherrschende Thema ist, denke ich sehr oft an meine Großmutter die selbst ein Nachkriegskind nach dem 1. Weltkrieg war und den 2. Weltkrieg miterlebt hat. Meine Oma hat viel Entbehrungen und Verluste mitgemacht und hat immer wieder gesagt, dass es immer weiter geht. Sie wusste es aus eigener Erfahrung, dass nach der größten Not auch ein Wirtschaftswunder möglich wurde.

Ein Lebensmotto meiner Oma hat mich sehr geprägt und ich finde es in meinem Leben immer wieder bestätigt: „Der Mensch denkt und Gott lenkt!“
Wir können noch so viel planen und an unserer Vorstellung kleben, wenn die Ereignisse etwas anderes mit uns vorhaben, können wir nichts dagegen tun.

Wir können nur loslassen, mitgehen, flexibel bleiben, uns einstellen und umstellen und mit dem weitermachen was uns zur Verfügung steht.
Wir können dankbar sein für das was wir haben und uns in Erinnerung rufen, wie wenig wir eigentlich brauchen um unsere Existenz zu sichern.

Intensität

Intensität ist auch ein Attribut des Skorpion-Zeichens. Schaffen wir es intensiv zu leben, intensiv zu genießen, uns intensiv auf alles einzulassen was uns das Leben bietet, dann fällt es nicht schwer irgendwann loszulassen, da wir ausgekostet und tief erlebt haben.
Unsere Erlebnisse haben uns bereichert und uns tief beeindruckt und sind als Schatz in uns verborgen auf den wir immer wieder zurückgreifen können, auch wenn sich die äußeren Umstände verändert haben.

Bleiben wir jedoch aus Angst, Neid, Mangelgefühlen oder Sturheit an allem Beständigen kleben, reißen uns Verluste und tiefgreifende Veränderungen natürlich in tiefste Krisen.
Schaffen wir es nicht unsere Komfort- und Sicherheitszone zu verlassen und einen ersten Schritt zu wagen in Richtung Potentialentfaltung oder Wunscherfüllung oder warten wir zu lange, bis wir uns etwas zutrauen, bleibt das Gefühl etwas versäumt zu haben.

Geben und Nehmen

Geben und Nehmen ist auch ein Thema des Zeichens Skorpion. Dazu hat mich Jürgen Todenhöfer sehr beeindruckt, der im Zeichen Skorpion geboren wurde.
In seinem Buch „Teile dein Glück und du veränderst die Welt“ berichtet er sehr aufrichtig, wie er über Reichtum und dem Teilen desselben denkt.
Ein Zitat aus diesem Buch ist:
„ Sei sparsam dir selbst und großzügig anderen gegenüber! Lebe, wenn du wohlhabend bist, finanziell immer unter deinen Möglichkeiten! Nicht alles, was du besitzt gehört dir!“ Er schreibt darüber, dass er in bettelarmen Ländern die glücklichsten Menschen getroffen hat und wie er sie für ihren tiefen Glauben bewundert hat.

Er führt aus, dass er eine Stiftung gegründet hat und bis auf zehn Prozent Eigenanteil sein ganzes Vermögen dort hat hineinfließen lassen. Dazu sagt er, dass sich das großzügig anhört, es aber seiner Meinung nach nicht ist, weil es ihm nach dem Verschenken seines Geldes finanziell immer noch gut geht.
Er sagt, dass das Leben, das Schicksal und Gott ihm mehrere Schnitzel auf den Teller gelegt haben und er immer wusste, dass die nicht alle ihm gehören. Er habe daher die meisten dieser Schnitzel verschenkt und das ist alles.

Wille und Kraft

Dieses Buch ist durch und durch geprägt von skorpionischen Themen und Denkweisen.

Hier noch einige sehr typische Zitate:
„ Zum Erreichen deiner Ziele brauchst du einen unbeugsamen Willen und einen langen Atem. Manche Ziele sind erst nach Jahrzehnten zu erreichen. Setze dir Zwischenziele!“

„Geh mutig deinen Weg! Weiche nie von dem ab, was du nach sorgfältiger Prüfung als richtig erkannt hast!“

„Unterwirf dich nicht den großen Irrtümern des Zeitgeistes, auch wenn er noch so mächtig daherkommt!“

Jürgen Todenhöfer setzt sich immer wieder für den Frieden ein und gibt nicht auf. Was mich an ihm beeindruckt ist, dass er nicht nur redet sondern in die Kriegsgebiete reist und sich selbst ein Bild macht.
Dazu noch eine Aussage aus seinem Buch:
„ Kriege machen nur für die „Sinn“, die sie nicht am eigenen Leibe erleben.“
Weiter im Text stellt er die Frage, ob nicht alle Politiker die für Krieg stimmen, ihre Soldaten vier Wochen auf Patrouillenfahrten im Kampfgebiet begleiten sollten.
Er glaubt, dass es dann schnell keine Kriege mehr gäbe, räumt aber auch ein, dass sich das total unrealistisch anhört. Genauso unrealistisch wie die Wiedervereinigung Deutschlands vor 30 Jahren!

Frieden ist im Grunde genommen die einzige wirkliche Lösung für das Flüchtlingsproblem. Dass es ein Ziel ist, dass erst nach Jahrzehnten zu erreichen ist, sollte unsere Politiker nicht davon abhalten darauf hin zu arbeiten und immer wieder Zwischenziele zu erreichen.

Den Skorpion-Monat können wir ganz persönlich dazu nutzen tief in uns zu gehen, Abschied zu nehmen von Überholtem, Dankbarkeit zu spüren für das was wir besitzen und die innere Willenskraft in uns zu entdecken, die uns Krisen überwinden hilft. Wir dürfen uns reich fühlen und geben lernen und die Dunkelheit als Chance für neues Leben erkennen.


Das Überprüfen der inneren Feindbilder um herauszufinden was wirklich dahinter steckt, wäre für diejenigen, die Hetze und Hass schüren auch keine schlechte Idee! 😉

…und noch ein Zitat zum Nachdenken:
„Lebe einfach! Je bescheidener du lebst, desto glücklicher wirst du sein! Reich ist nicht, wer viel hat, sondern wer wenig braucht.“ (Heinz Föll)

Das heißt nicht, dass Reichtum verwerflich ist, es macht nur einen Unterschied, ob ich Besitz habe oder mein Besitz mich.

Liebe Grüße und eine gute Zeit!
Andrea
(astrologische Beratung)

Quelle: „Teile dein Glück und du veränderst die Welt“ ; Jürgen Todenhöfer; Goldmann-Verlag

Da Kommentare einen Blog erst lebendig machen, freue ich mich über jede Antwort von euch! 😉

 

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