Vollmond Löwe-Wassermann: Ich bin so frei

In der Nacht von Samstag auf Sonntag um 1.32 Uhr ist Vollmond auf der Zeichenachse Löwe-Wassermann.
Dieser Vollmond vervollständigt die Jupiter-Uranus-Opposition, die dieses Jahr eine große Rolle in Sachen Neubeginn, gute Chancen auf mehr Freiheit und Individualität usw. spielt, zu einem sog. „Rechtschaffenheitsviereck“.

Energie des Mondes
Der Vollmond ist grundsätzlich gut dazu geeignet, sich die jeweilige Zeichenenergie in dem der Mond steht durch Meditation und Innenschau bewusst zu machen, weil wir empfänglicher sind.
Der Löwe-Vollmond bringt uns die Energie der Selbstverwirklichung, der Lebensfreude, des kreativen Selbstausdrucks, der Selbstdarstellung nach dem ganz persönlichen, eigenen Inneren näher.
Dazu bringt das Zeichen in dem die Sonne steht, die polare Energie mit ins Spiel, die als Ergänzung wichtig ist. Die Sonne steht im Zeichen Wassermann und somit für Befreiung aus falschen Ausdrucksweisen unserer selbst, aus der Übernahme von Rollen, die wir glauben erfüllen zu müssen und auch für das Wagnis neue Wege zu gehen, die uns mehr Freiraum geben, das zu tun was wir wirklich wollen.

Was bringt das Rechtschaffenheitsviereck?
Diese Befreiungsenergie, mit dem Wunsch nach mehr Lebensfreude und mehr „Ich-Selbst-Sein“ vereinigt sich nun mit der Energie der Jupiter-Uranus-Opposition, die für mehr Freiraum und individuelle Freiheit steht, zu diesem „Rechtschaffenheitsviereck“ (im schwarzen Rahmen auf dem Bild). Dieses Viereck bedeutet, dass innere Spannungen unter einer äußeren Fassade der Ausgeglichenheit verborgen liegen. Man will nach außen rechtschaffen wirken, den guten Eindruck wahren steht aber innerlich unter Problemdruck und Zerrissenheit. Diese Problematik wird durch die beteiligten Planeten- und Tierkreiskräfte noch unterstützt.

Der Jupiter in Waage versucht sehr diplomatisch die Harmonie zu erhalten und bezieht in seine Anschauung immer die anderen mit ein, dagegen will der Uranus in Widder mit dem Kopf durch die Wand und sofort das durchsetzen, was er sich in den Kopf setzt.
Der Löwe-Mond hat das Bedürfnis sich zu zeigen und stolz auf sich zu sein, er will Anerkennung seiner persönlichen Wünsche, die Wassermann-Sonne legt den Fokus mehr auf die Zusammenarbeit und die vernünftige Teamarbeit an einem gemeinsamen Projekt.

Lösung

Die Lösung liegt in der Fähigkeit, diese Spannungen zu nutzen um sich der Thematik bewusst zu werden und eine kreative Lösung zu finden, die Sinn macht und Rücksicht nimmt.

So kann man sich fragen:

  • Macht es Sinn mit dem Kopf durch die Wand zu wollen und andere vor den Kopf zu stoßen?
  • Ist es endlich Zeit vorwärts zu kommen, weil das abwarten keinen Sinn mehr macht?
  • Was will ich wirklich und was gibt meinem Leben Sinn, Freude und Energie?
  • Wie kann ich mich in eine Gruppe, Gemeinschaft, Vereinigung, Partnerschaft einbringen um ein sinnvolles Ganzes zu haben und größeres zu erreichen als alleine?
  • Fühle ich mich gesehen oder als Außenseiter? Kann es daran liegen, dass ich Angst habe mich darzustellen, weil ich „rechtschaffen“ sein möchte und mir eine falsche Bescheidenheit im Wege steht?
  • Jeder Mensch hat das Recht auf Selbstverwirklichung, wenn er andere dabei nicht niederdrückt. Gestehe ich mir das selbst zu oder stelle ich mein Licht unter den Scheffel? ….oder bin ich zu selbstsüchtig und stelle andere damit in den Schatten (was auf die Dauer einsam macht!)
    usw.
    …. hier kann jeder den Vollmond nutzen um in sich zu gehen und zu erspüren, was auf ihn zutrifft. Eine gute Richtschnur ist die Unzufriedenheit. Fühlt man sich in einem Bereich, gerade jetzt in diesen Tagen, unzufrieden, dann sollte man dort genauer überprüfen warum.

„Wiege“ – Konformität und Unabhängigkeit
Die zweite Aspektfigur im Vollmondhoroskop, die sehr aufschlussreich ist, ist die „Wiege“.

Sie liegt mehr auf der Ich-Seite des Horoskops, ist mit dem „Rechtschaffenheitsviereck“ verbunden und bringt den Planeten Saturn mit ins Spiel.
Die „Wiege“ (im Bild schwarz umrandet) ist eine Figur die symbolisiert, dass man sich gerne in Sicherheit wiegt, an das Gute glaubt und Geborgenheit und Schutz sucht.
Im Vollmondhoroskop verbindet sie den 2. mit dem 4. Quadranten und wirft somit  das Thema Konditionierung gegen Selbstverwirklichung auf. Hier spielt die Frage nach dem eigenen Rollenverhalten um gesellschaftlich anerkannt zu sein eine große Rolle. Der Gegensatz dazu ist die Freiheit man selbst zu sein und sich die Freiheit zu nehmen „Nein“ zu sagen und die Dinge so anzupacken wie es der persönlichen Eigenart entspricht.

Dazu gibt es in der Psychologie das sog. Diamantmodell:
Konformität bezeichnet die Tatsache, dass man mit den Normen einer Gruppe übereinstimmt, sich also in gewisser Weise anpasst ohne seine eigene Ansicht einzubringen.
Antikonformität ist ein Verhalten, dass der Konformität genau gegenüber steht, den sozialen Normen widerspricht, aber sich auch an ihnen orientiert, da man die Gegenposition einnimmt.
Dagegen-Sein ist immer noch nicht wirklich eigenständig und unabhängig.
Unabhängigkeit bedeutet, dass man bestimmte Erwartungen und Normen zur Kenntnis nimmt, sich aber nicht durch diese bestimmen lässt und das Verhalten wählt, dass man selbst für richtig hält. Also freie Entscheidung durch Auseinandersetzung mit dem Vorgegebenen.
Variabilität bezeichnet ein Verhalten, das zwischen Konformität und Antikonformität schwankt, ohne einen eigenen beständigen Standpunkt zu finden.

Bewusste und freie Entscheidung
Die bewusste und  freie Entscheidung für eine bestimmte Rolle, ein bestimmtes Verhalten o.ä. ist das Ziel, das uns dazu bringt uns nicht angepasst oder sogar gezwungen zu fühlen.
Ein Beispiel:
Eine Frau bekommt ein Kind, damit übernimmt sie die Rolle „Mutter“. Hat sie sich aus freien Stücken entschieden Mutter zu werden oder hat sie es nur getan, weil es so üblich ist, wenn man verheiratet ist? Eine weitere Möglichkeit wäre, dass sie ein Kind bekommt, weil ihr Mann das so möchte. Entscheidet sie sich dafür, weil sie es aus freien Stücken gern für ihn tut, oder ist ihr ihre Wahl „Nein“ zu sagen nicht bewusst, weil sie Angst hat er lässt sich scheiden.

Zusammen mit dem „Rechtschaffenheitsviereck“ ein sehr stimmiges Bild. Die leidigen Fragen: „Was tut man? Was ist gesellschaftlich angesehen? „Werde ich verstoßen und schief angeschaut, wenn ich es anders haben will?“ werden aufgeworfen und sind nicht immer leicht zu lösen. Dazu braucht es eine bewusste Auseinandersetzung mit sich selbst und in vielen Fällen sicher auch Zivilcourage.

 Lösung
Aber was bietet uns die „Wiege „als Lösung an? Wie bereits erwähnt bringt sie Saturn als Eckpunkt mit hinein.
Saturn steht für Stabilität, Durchhaltevermögen, Eigenständigkeit, Verantwortung usw. Saturn steht im zweiten Haus und fordert somit zu einem stabilen Selbstwert auf. Er will im Sextil zur Sonne, dass wir uns bewusst werden welchen Wert wir haben und  was wir zu bieten haben, um dann  mit diesem Bewusstsein eine stabile Persönlichkeit zu werden.
Saturn und Sonne bilden den Boden der Wiege, das heißt, dass wir auf unserer stabilen Persönlichkeit stehen können und uns so in Sicherheit wiegen dürfen, dass wir schaffen, was wir vom Herzen her als richtig und wichtig für uns erkannt haben.
Wer noch Probleme hat, seinen Selbstwert zu erkennen oder anzunehmen, kann sich an einen vertrauensvollen Berater (oder Beraterin) wenden, der ihn dabei unterstützt sich noch eine gewisse Zeit in Sicherheit zu wiegen, um dann stabil und selbstbewusst die „Wiege“  zu verlassen und das Leben neu und eigenverantwortlich anzupacken.
Dafür spricht auch der Aszendent im Zeichen Skorpion im Vollmondhoroskop, der eine Bereitschaft zur Verwandlung und zum Loslassen und Aufarbeiten von überholten Werten, Einstellungen usw. gut unterstützt. Unsere Denkweisen zu erforschen und herauszufinden was uns ausbremst wirkt befreiend und lässt uns die Welt mit neuen Augen sehen.

Ein weiterer Hinweis dafür ist der  Mondknoten (die Entwicklungsaufgabe)  im Zeichen Jungfrau und im Aspekt zu Merkur und zur Mars-Venus-Konjunktion, der dazu auffordert Ordnung in unser Denken und Wollen zu bringen und zu analysieren wo unsere Stärken und Schwächen liegen. Das unterstützt die Selbstfindung und lässt uns unsere Energie dort einbringen, wo es sich lohnt.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende und viel Freude bei der Suche nach euch selbst! 😉

Liebe Grüße
Andrea Bschlangaul

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