Widder: Neubeginn und Lebenswille

Foto: Domino / pixelio.de

Denke ich an Neubeginn und die Widder-Zeit fallen mir immer sofort der Frühling und die Schneeschmelze ein. Ich habe es als Kind geliebt, wenn die Sonne endlich stark genug war um Eis und Schnee zu schmelzen und neuem Leben Platz zu machen. Das Plätschern des Wassers in der Dachrinne und im Kanal am Straßenrand war für mich ein herrliches Geräusch. Endlich war es wieder wärmer, die Vögel sangen und die Lebenslust lief auf Hochtouren.

Betrachtet man die Natur zu dieser Zeit, sieht man genau, wofür die Energie des Widderzeichens steht. Einen unbändigen Drang zur Sonne und zum Werden sieht man an den Frühlingsblühern, die sich mit großer Kraft den Weg aus der Erde bahnen um uns, nach dem Wintergrau, mit neuer Farbe, zu verwöhnen. Die Bäume treiben aus ihren kahlen Ästen die ersten grünen Knospen, welch unglaublicher Antrieb und welche Kraft dahinter steht kann man sich gut vorstellen. Alles treibt aus und will sich zeigen.

Uns Menschen ist diese Kraft als Lebenswille, Mut, Durchsetzungskraft, Antrieb neues zu erschaffen und in Bewegung zu kommen mitgegeben. Allein beim Geburtsvorgang machen sich unglaubliche Kräfte bemerkbar und das Neugeborene schreit aus Leibeskräften. Indem es nach Nahrung verlangt drückt es seinen Willen zum Überleben aus. In diesem Fall ist es egoistisch und handelt aus Instinkt und einem angeborenen Trieb heraus, wie es dem Widder-Zeichen entspricht.

Das Zeichen Widder ist das erste Zeichen im Tierkreis und symbolisiert damit den Anfang von etwas. Das ihm zugeordnete erste Haus mit dem Aszendenten als Anfangspunkt, ist der Zeitpunkt unserer Geburt.

Hier geht es darum, uns durchzusetzen, gesunden Egoismus zu haben und uns mit Mut und Entschlossenheit unseren Lebensraum zu erobern.

Am Freitag, den 21.März, tritt die Sonne wieder ins Zeichen Widder ein. Jetzt können wir Neues in Angriff nehmen und Projekte planen. Unterstützt wird die Widder-Sonne dabei von einer Saturn-Mond-Konjunktion im Skorpion. Bleiben wir ehrlich und handeln zum Wohl des Ganzen, lassen alle Ego-Ansprüche, Leichen im Keller und Machtansprüche hinter uns, dann können wir viel Energie freisetzen um vorwärts zu kommen und vor allem auch um dran zu bleiben. Umgekehrt ist es möglich verborgene Talente und unterdrückten Reichtum mit Mut und Entschlossenheit nach außen zu bringen um selbstbestimmter und befreiter zu leben. Unterdrückte Emotionen und Gefühle können Form annehmen und sich Bahn brechen.

Da Mars, unser Werkzeug um Dinge in Angriff zu nehmen, immer noch in der harmoniesuchenden Waage steht, können dabei Unsicherheiten und Ängste auftreten, ob man andere vor den Kopf stößt oder bei ihnen aneckt und die Harmonie stört. Dabei sollte man sich fragen, ob man es sich selbst wert ist sein Leben selbst in die Hand zu nehmen oder wieviel man unterdrückt, nur damit es anderen besser geht und um des lieben Friedens willen. Man sollte sich bewusst sein, dass man dadurch den anderen ein Stück Macht über sich selbst gibt.

Die Suche nachdem was man wirklich will und nach Erlösung von Einschränkung, kann sehr tiefe Prägungen und Wünsche ins Bewusstsein heben, die transformiert und geheilt werden.

Der Wunsch nach Freiheit, Ausbruch aus alten eingefahrenen Mustern und Unabhängigkeit drängt sich auf und kann uns über uns selbst hinauswachsen lassen, wenn wir Mut und Entschlossenheit unserem Bedürfnis nach Sicherheit entgegenstellen.

Machen wir es wie die Natur: Bündeln wir alle unsere Kräfte um uns den Weg zur Sonne zu bahnen, uns zu zeigen wie wir sind und andere mit unseren leuchtenden Farben zu erfreuen.

Aus der Zwiebel in der Erde entsteht eine strahlend-gelbe Narzisse!
Alles ist bereits in der Zwiebel, also in uns, enthalten und drängt darauf sich zu entfalten!

Einen schönen Frühling wünsche ich euch!

Andrea Bschlangaul

 

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