Ent-Täuschung: klarer sehen und daran wachsen

Ent-Täuschung:
klarer sehen und daran wachsen

Wann warst du das letzte Mal so richtig enttäuscht?
Wo hast du dir schon mal ein falsches Bild gemacht und irgendwann gemerkt: Ich habe das völlig falsch eingeschätzt?
Vielleicht wurdest du auch schon belogen oder getäuscht.
So schmerzhaft das ist, Ent-täuschung heißt klarer sehen und daran wachsen.

Das alles hat eine sehr typische „Neptun-Färbung“: blinde Flecken, Wunschdenken, das Wegschauen vor einer unangenehmen Wahrheit und diese tiefe Sehnsucht nach einer heilen, wohltuenden Welt.
Und ja: Diese Sehnsucht nach bedingungsloser Annahme steckt in jedem Menschen. Manche spüren sie nur deutlicher und leiden dann auch stärker, wenn die Realität nicht mithalten kann.

Manchmal erschaffen wir uns (ganz unbewusst) kleine Traumwelten: Wir sehen einen Menschen so, wie wir ihn gerne hätten. Wir reden uns einen Job schön. Oder wir blenden etwas aus, das Verantwortung und Anstrengung bräuchte.
In gewisser Weise ist das sogar gesund. Wenn wir immer und überall nur das Schwierige sehen würden, wäre das Leben sicher kein schöner Ort.

Wenn aber dein Körper, die Finanzen oder dein innerer Frieden unter dieser Flucht leiden, dann ist es Zeit aufzuwachen, Farbe zu bekennen und anzupacken.
Und genau da kommt „Saturn“ ins Spiel:
Klarheit, Verantwortung, Durchhalten, der Realität ins Auge schauen, ohne hart zu dir zu werden – das sind seine Themen.

Was ist eigentlich eine Enttäuschung?

Enttäuschung bedeutet: Etwas ist anders, als du es dir vorgestellt hast. Unsere  Wahrnehmung wählt aus, da wir nicht alles gleichzeitig sehen, erkennen, hören, erfassen können, bauen wir uns innere Bilder. Und diese Bilder werden von Erfahrungen, Zusammenhang, der Situation und Erwartungen geprägt.

Und dann kommt dieser Moment, in dem du erkennst: Das war eine Täuschung.
Eine Ent-Täuschung.

Das fühlt sich selten gut an. Aber es ist auch ein ehrlicher Moment, der dich zu dir zurückführen kann.

4 Schritte, wie du mit Enttäuschungen umgehen und daran wachsen kannst

Schritt 1: Nimm deine Gefühle an

Wenn Enttäuschung da ist, kommen oft Wut, Frust, Ärger, Reue, Trauer oder Hilflosigkeit. Häufig liegt darunter Traurigkeit, weil du innerlich von einer Vorstellung Abschied nimmst.

Versuche, das was du fühlst, nicht zu verurteilen. Es sind deine Gefühle. Sie sind echt.
Und: Gefühle werden schwächer, wenn du ihnen innerlich zustimmst, statt gegen sie zu kämpfen.

Was du konkret tun kannst:

  • Sag innerlich: „Hallo Wut (oder Trauer), du darfst da sein.“
  • Schreib es dir von der Seele (Tagebuch hilft oft schneller, als man denkt).
  • Spür in den Körper: Wo sitzt das Gefühl? Wie fühlt es sich an? Bleib liebevoll dabei.
  • Sprich mit jemandem, dem du vertraust – nicht für Ratschläge, sondern damit du damit sein darfst.

Schritt 2: Übernimm Verantwortung und bleib liebevoll mit dir

Schuldzuweisungen bringen dich nicht weiter. Sie halten dich in der Ohnmacht.
Übernimm Verantwortung für deine Entscheidungen ohne dich fertigzumachen.

Du konntest zu dem Zeitpunkt nur so handeln, wie es dir möglich war. Du wusstest es vorher nicht besser. Beim nächsten Mal kannst du es anders machen.
Und genau dafür brauchst du jetzt Mitgefühl mit dir selbst.

Schritt 3: Nimm deine Vorstellung unter die Lupe

Jetzt wird’s spannend (und ehrlich): Warum hattest du diese Vorstellung? Worauf war sie aufgebaut? War sie realistisch?

Oft tauchen im Nachhinein Informationen oder Dinge auf, die du vorher übersehen oder wegerklärt hast. Jetzt kannst du sie erkennen, einordnen und verstehen. Das hilft dir, es beim nächsten Mal anders zu machen.

Schritt 4: Finde den Schatz

Erkenne deine Lektion: Was kannst du für dich daraus lernen?
Dadurch wächst dein Erfahrungsschatz. Und dann setze um, was du erkannt und begriffen hast. Es kann sein, dass du deine Einstellung änderst, weil du die Dinge jetzt aus einer anderen Perspektive siehst. Es kann aber auch sein, dass du erkennst, dass du dein Verhalten oder Handeln ändern willst.

Nur wenn du wirklich etwas veränderst und so deine Lektion in dein Leben integrierst, bist du wirklich beim nächsten Mal wacher und erkennst, was läuft. So kannst du bewusster auswählen, genauer nachfragen oder was auch immer die Situation erfordert.  

An Enttäuschungen wachsen

Du wirst von anderen enttäuscht werden, du wirst dich selbst enttäuschen und du wirst andere enttäuschen.
Das ist das Leben.
Die Frage ist nicht, ob es passiert, sondern wie du damit umgehst. Du kannst Enttäuschungen für dein Wachstum nutzen und sehen, dass sie dir Klarheit schenken. Dadurch ersparen sie dir Kraft und Zeit, die du für etwas eingesetzt
hättest, das nicht das war, wofür du es gehalten hast.

Und vielleicht ist das die neptunische Heilung in ihrer reifsten Form: Nicht mehr an der Illusion festhalten, sondern die Wahrheit so annehmen, dass dein Herz dabei nicht hart wird und du versöhnlich in die Welt schauen kannst.

Ich wünsche dir erkenntnisreiche Ent-Täuschungen und die Kraft, daraus etwas wirklich Gutes für dich zu machen.

Andrea Bschlangaul Autor

Andrea Bschlangaul
Leseratte und Wanderliebhaberin, astrologisch-psychologische Beraterin

Ich glaube daran, dass unsere Welt ein besserer, hellerer Ort wird, wenn jeder zu sich selbst findet und sein Sonnen-Licht in die Welt hinausstrahlen darf. 
Deshalb unterstütze ich Menschen dabei, sich selbst besser zu verstehen, und ihren Selbstwert und ihr Selbstbewusstsein zu steigern.
Hier erfährst du mehr über mich: Über mich

Gefällt dir der Beitrag? Dann kannst du ihn hier teilen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen
50%

Für den Newsletter eintragen und auf dem Laufenden bleiben!

Trag dich für meinen Newsletter ein und du bekommst etwa einmal monatlich meinen Newsletter zu Astrologie und Persönlichkeitsentwicklung zugeschickt. Du kannst dich jederzeit abmelden.

Mit meiner Anmeldung erkläre ich mich mit der Datenschutzerklärung einverstanden.