Wie sich das Saturn-Neptun-Sextil zeigen kann!

Wie sich das Saturn-Neptun-Sextil zeigen kann!

In meinem letzten Blogartikel habe ich über das Saturn-Neptun-Sextil geschrieben. Heute vertiefe ich das Thema und möchte euch einige Erlebnisse erzählen, die ich mit dieser Konstellation gehabt habe.

Fels in der Brandung

Beispiel 1: Der süchtige Sohn

Seit 2014 begleite ich eine Mutter, deren Sohn in die Drogensucht abgerutscht ist, sehr nahe und intensiv. Der Sohn versucht seit damals frei zu werden, hat Entzüge gemacht und seine Straftaten abgesessen. Die Mutter hat auf diesem Weg mit ihm, einen enormen Reifeprozess (Saturn) durchgemacht, da Süchtige (Neptun) sehr klare Ansagen und Grenzen (Saturn) brauchen. Den Versuch clean zu werden und sich wieder in die Gesellschaft zu integrieren zu begleiten, erfordert ein enormes Durchhaltevermögen, kostet Unmengen an seelischer Kraft und braucht viel Idealismus. Die Rückfallquoten liegen bei über 90 Prozent!

Zwischendurch hat es immer wieder ganz gut ausgesehen für ihn. Seit letzten Herbst war er, von außen betrachtet, stabil. Er hatte Arbeit gefunden, lebt mit seiner Freundin in einer eigenen Wohnung.

Im Januar, ziemlich genau als das Saturn/Neptun-Sextil exakt wurde, sind die Hüllen gefallen. Schwerer Rückfall, Arbeit weg, die Beziehung zur Freundin zerrüttet.
Er ist in Therapie mit Ersatzdroge. Das kann die Lösung sein, da Saturn (Durchhalten, der Realität stellen, in der Gesellschaft funktionieren) und Neptun (Sucht, Flucht, Unsicherheit, Zerfall und Auflösung) einen guten Kompromiss (Sextil) schließen können.

Der Mutter geht es nicht gut, aber viel besser als am Anfang der Reise. Sie weiß, dass es hart auf hart kommen kann (Saturn), dass sie sich aber nicht in Mitleid und seinen Lügen (Neptun) verlieren darf. Sie muss gesunde Grenzen setzen (Saturn) – gerade aus Mitgefühl (Neptun)!  Auch Wunder (Neptun) können wahr werden (Saturn) und die Hoffnung (Neptun) stirbt zuletzt (Saturn).

Saturn-Neptun-Sextil Junkie mit Spritze

Beispiel 2: Die Mutter die verheimlicht

Ein Mann lebt mit seinen Eltern im selben Haus in getrennten Wohnungen, aber unter einem Dach. Die Mutter war lange Jahre alkoholabhängig (Neptun) hatte aber ihr Leben und ihren Pegel soweit im Griff (Saturn), dass man es nicht unbedingt bemerkte. Seit einigen Jahren ist sie trocken und unauffällig, bis auf ihre Zurückgezogenheit. Sie geht nicht mehr aus ihrer Wohnung und nimmt nicht mehr am sozialen Leben teil (Neptun). Ihr Mann sorgt dafür, dass das normale Alltagsleben am Laufen bleibt (Saturn). Im November letzten Jahres taucht eine Geruchsbelästigung im Treppenhaus auf. Nach langem Hin und Her steht endlich fest, dass es von der Mutter kommt. Sie hat die Körperhygiene vernachlässigt (Saturn als Körper; Vernachlässigung ist Neptun).

Als sie endlich bereit ist zu duschen, lüftet sich ein ernüchterndes Geheimnis: eine große, tiefe Wunde am Oberkörper. Mit ihrer Verweigerung (Saturn) ärztlicher Hilfe (Neptun) und dem verheimlichen (Neptun) der Realität (Saturn) hat sie sich einer auflösenden Krankheit (Neptun) ausgeliefert.

Der Sohn ist ernüchtert (Saturn), voller Mitleid und muss der Realität (Saturn) ins Auge schauen. Er kann lernen, dass es notwendig und wichtig ist, Familiengeheimnisse wie die Suchterkrankung seiner Mutter, anzusprechen und zu regeln (Saturn). Wegschauen und Ignorieren (Neptun) macht es nur schlimmer.

Saturn-Neptun-Sextil Großmutters Hände

Beispiel 3: Die Frau, die sich aufopfert

Eine Frau hat einen erwachsenen Sohn, der mit einer alkoholkranken Frau zusammenlebt. Sie fürchtet, dass der Sohn auch in die Sucht abrutscht. Sie selbst hat nur noch den Sohn, da ihre Eltern, zwei Geschwister und ihr Ehemann verstorben sind. Sie hat von Kindheit an viel gearbeitet und sich um den kranken Vater gekümmert, weil ihre Mutter berufstätig war. Immer hat sie sich für andere (vor allem Familienmitglieder) aufgeopfert und ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse so lange zurückgesteckt, bis sie das Gespür für sich selbst verloren hat. Jetzt muss sie fürchten ihren Sohn auch noch an die Sucht zu verlieren.

Die Abnabelung (Saturn) von ihrem Sohn und die knallharte Konzentration (Saturn) auf sich selbst, kann ihr helfen, sich nicht aufzulösen und vollends zu verlieren (Neptun). Sie sollte unbedingt raus aus der Opferrolle (Neptun) und sich für den Rest ihres Lebens endgültig um sich selbst kümmern (Saturn). Das gibt ihr die Chance noch Spaß am Leben zu haben und aus der Funktionieren-Müssen-Falle herauszukommen.
Die Flucht vor den süchtigen Personen um sie herum (Neptun) macht sie wahrscheinlich erst einmal einsam (Saturn). Im Rückzug kann sie sich aber abgrenzen und selbst wiederfinden (Saturn) und ihrem Leben eine neue gesündere Struktur geben.

Saturn-Neptun-Sextil: Kind beim Abwasch

Ent-täuschungen

Bei allen Beispielen wird das Zusammenspiel von Heimlichkeiten und Vernachlässigung und den Konsequenzen, die das haben kann, bewusst. Wir alle leben in unserer eigenen Welt und blenden, bewusst oder unbewusst, vieles aus. Das ist ganz normal. Saturn als Hüter der Schwelle rüttelt uns immer wieder mal wach, damit wir die Realität nicht aus den Augen verlieren. Das tut sicher oft weh, ist aber notwendig, damit die Dinge nicht aus dem Ruder laufen und die konkreten, substantiellen Anforderungen des Lebens eingehalten und geregelt werden.

Der Körper (Saturn) sichert unser Leben und braucht Pflege, Aufmerksamkeit und Versorgung. Neptun verleitet dazu, aus dem Körper (der Realität) zu flüchten, weil das, was man spürt, zu heftig, zu anstrengend oder zu hart ist. Auch das Ja zu sich selbst kann anstrengend und herausfordernd sein! So kann es dazu kommen, dass wir uns aufopfern und weit über unsere Grenzen funktionieren, wie das in Beispiel 3 passiert ist.

Achte gut auf dich und auf die Grenzen deiner Kraft! Erlebst du die nächste Zeit eine Enttäuschung oder lüftet sich ein Geheimnis, dann schau genau hin welche Herausforderung für dich dahintersteckt, die dir hilft klarer zu sehen, reifer zu werden und deinen Verantwortungsbereich genau zu definieren. Denke dabei immer daran, dass jeder erwachsene Mensch für sich selbst verantwortlich ist und nicht jedem geholfen werden kann.  …vor allem nicht, wenn er vor sich selbst davonläuft und nicht hinschauen will!

Das jetzige Saturn-Neptun-Sextil ist Teil des Zyklus der im März 1989 begonnen hat. Ab Juni 1998, ab Juni 2001, ab August 2006, ab Oktober 2012 und ab November 2015 waren für einige Monate relevante Zeiten für die Saturn-Neptun -Themen. Vielleicht fallen dir ja für diese Zeiträume Zusammenhänge, mit deinen aktuellen Herausforderungen ein. Das Ganze zu sehen hilft oft sehr beim Verstehen.

Liebe Grüße
Andrea

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