2. Schlüssel Resilienz: Realistischer Optimismus

Realistischer Optimismus: Der 2. Schlüssel in Krisenbewältigung und Resilienz

Zuerst eine Geschichte zum 2. Schlüssel der Resilienz: realistischer Optimismus.

Die Geschichte der ungleichen Zwillinge


Es waren einmal Zwillinge, die glichen sich äußerlich wie ein Ei dem anderen. Ansonsten waren sie aber vollkommen verschieden. 
 
Wenn es dem einen zu heiß war, war es dem anderen zu kalt. Wenn der eine sagte: “Die Musik ist zu laut”, wollte der andere die Musik noch lauter. Und der auffälligste Unterschied zwischen den beiden war der, dass der eine von ihnen zu jeder Stunde optimistisch und zuversichtlich war, während sich der andere immer schlecht gelaunt und pessimistisch gab. 
 
Als sie nun eines Tages Geburtstag hatten, wagte der Vater der Zwillinge ein Experiment: Er wartete am Vorabend des Geburtstages so lange, bis seine Söhne eingeschlafen waren, und machte sich dann heimlich ans Werk. 
 
Er füllte das Zimmer des Pessimisten bis unter die Decke voll mit den schönsten Geschenken: Spielzeug, Sportgeräte, technische Geräte und vieles mehr. Dem Optimisten aber legte er nur einen stinkenden Haufen Pferdeäpfel ins Zimmer – sonst nichts. Nun war er gespannt, was passieren würde. 
 
Am nächsten Morgen schaute der Vater zuerst ins Zimmer des Pessimisten. Er fand ihn laut klagend am Boden sitzen, inmitten der ganzen wundervollen Geschenke. 
 
“Warum weinst du denn?” fragte der Vater. 
 
“Erstens, weil meine Freunde neidisch sein werden, zweitens, weil ich die ganzen Gebrauchsanleitungen lesen muss, bevor ich mit den Geschenken etwas anfangen kann, drittens, weil ich für die meisten dieser Spielsachen ständig neue Batterien brauchen werde und viertens, weil im Lauf der Zeit bestimmt ein paar von den Spielsachen kaputtgehen werden!” 
 
Darauf ging der Vater in das Zimmer des optimistischen Zwillings. Dieser hüpfte vor Freude um die Pferdeäpfel herum. 
 
“Warum bist du denn so fröhlich?” fragte der Vater. 
 
“Ganz einfach”, antwortete dieser “, weil irgendwo im Haus ein Pony sein muss!” 
(Verfasser unbekannt)

Diese Geschichte zeigt sehr gut, welchen Einfluss die innere Haltung auf dein Leben hat.

Realistischer Optimismus: 2. Schlüssel der  Resilienz

2. Schlüssel zur Resilienz: realistischer Optimismus

In meinem Blogartikel über Resilienz habe ich die 7 Schlüssel zur seelischen Widerstandskraft aufgelistet.

Der 1. Schlüssel ist die Akzeptanz.

Der 2. Schlüssel heißt realistischer Optimismus.

Menschen, die resilient – also seelisch widerstandsfähig – sind, schauen mit einem realistischen Optimismus in die Welt.
Sie wissen, dass nicht immer alles rosarot ist und dass das Leben immer wieder Herausforderungen bereithält, haben aber auch das Vertrauen, dass es Lösungen gibt und dass die Zeiten wieder besser werden.

Beim 2. Schlüssel zur Resilienz, dem realistischen Optimismus, geht es nicht darum immer positiv zu denken und sich einzureden, dass alles gut ist. Es geht vielmehr darum die Schwierigkeiten und Krisen zu erkennen, anzunehmen und trotzdem positiv nach vorne zu schauen.
Das hilft dabei, den Kopf nicht hängen zu lassen und Lösungen zu suchen und zu finden.
Mit einer inneren Haltung wie “Das Leben will mir nie was Gutes“ oder „Immer erwischt es mich“, fehlt die Motivation weiterzumachen und mit dem Leben mitzugehen.

Das Gute ist, du kannst selbst entscheiden, wie du die Dinge betrachten willst! 

Die innere Haltung – Pessimist oder Optimist?

Die Macht der Gedanken solltest du nicht unterschätzen!
Es macht einen großen Unterschied, ob du denkst: „Das geht sowieso nicht gut.“ oder „Ich gebe mein Bestes und schaffe das!“ 

Die Körperhaltung ist in beiden Fällen schon sehr unterschiedlich. Mit hängenden Schultern und Angst im Gesicht, verkrampft man sich und verheddert sich erst recht. Der innere Druck steigt und das Nervensystem ist in Alarmbereitschaft.

Mit einer positiven Ausstrahlung, kann man lockerer und leichter an eine Sache herangehen. Das Nervensystem ist entspannter und schon passieren einem weniger Fehler.

Und die Reaktion des Umfeldes fällt auch ganz anders aus, wenn es einem Menschen begegnet der lächelt und der Zuversicht ausstrahlt. Dieses positive Feedback hilft dir dann, dich weiter zu entspannen und zuversichtlicher zu sein.

Laut dem amerikanischen Psychologen Martin Seligmann, sind Optimisten gesünder und leben länger als Menschen, die eher pessimistisch eingestellt sind.
Für die Gesundheit ist es also ein großer Pluspunkt, wenn du mehr positive Gedanken und Emotionen in deinen Alltag holst!

2. Schlüssel zur Resilienz: realistischer Optimismus

Emotionen steuern die eigene Einstellung

Fällt dir auf, ob ein Mensch Optimist oder Pessimist ist?
Woran erkennst du das?

Meistens sieht man am negativen Gesichtsausdruck, einer abweisenden Körperhaltung und hängenden Schultern, dass ein Mensch nicht gut drauf ist.

Achte einfach mal darauf, wie deine Augen, deine Kopfhaltung und deine Schultern sich verändern, wenn du dich ärgerlich, sorgenvoll oder fröhlich und gut fühlst.

Emotionen machen sich immer im Körper bemerkbar.
Wenn du den ganzen Körper durchcheckst, wird dir bewusst, dass positive Emotionen, eher zu einer Weitung und Öffnung führen, während negative eher zum Zusammenziehen, Verspannen und Verschließen führen.

Das kannst du nutzen, um deine Einstellung zu verändern. Versuche immer wieder dich aufzurichten und tief ein- und auszuatmen, damit du offener und weitsichtiger wirst.
Fühlst du dich besser?
Ja! – dann kannst du vielleicht auch spüren, dass du positiver eingestellt bist als zuvor.

Trotzdem ist es nicht sinnvoll, alle negativen Emotionen weghaben zu wollen oder zu ignorieren.

Emotionen wie Angst, Kummer, Wut oder Sorge sind dazu da, dass wir wachsam bleiben und nicht blind vertrauen. Sie helfen uns, in schwierigen Situationen fokussiert zu bleiben, rufen unsere Überlebensprogramme ab und stellen eine enorme Energie bereit, die uns hilft uns ggf. zu verteidigen oder zu fliehen.
Deshalb sollten wir genauer hinschauen, wenn uns etwas Angst macht und dementsprechend handeln.

Positive Gefühle, wie Freude, Neugier, Interesse, Fröhlichkeit und Überraschung unterstützen dagegen den privaten und beruflichen Erfolg. Gutgelaunte Menschen, die positiv an die Arbeit gehen und der Umgebung mit guter Laune begegnen, schaffen mehr und sind gelassener.

Positive Gefühle hervorrufen

Gute Gefühle sind die reinsten Kraftquellen, die auch in schwierigen Lebenslagen angezapft werden können. Die Hoffnung stirbt zuletzt und kann sehr viel bewirken.

Durch innere Bilder kannst du positive Gefühle hervorrufen. Denkst du z.B. an ein schönes Erlebnis aus dem Sommerurlaub, kannst du dich im kalten Winter daran wärmen und dich besser fühlen.
Eine schöne Übung ist es auch, achtsam und bewusst zu beobachten, was du beispielsweise auf deinem Weg zur Arbeit, sehen, hören und riechen kannst. Den Gesang der Vögel, die Stimme der Nachbarin, die jeden Morgen grüßt, den Geruch der Tasse Kaffee am Morgen usw.
Das sind kleine Glücksmomente, die du entdecken und immer wieder genießen kannst. Das hilft die guten, wohltuenden Seiten des Lebens zu sehen und nicht nur die Härten wahrzunehmen.

Wann hast du dich das letzte Mal über etwas gefreut?
Über was kannst du dich eigentlich freuen? Weißt du das noch?
Vielleicht über ein schönes Stück Kuchen, ein Treffen mit einer Freundin, Zeit zum Lesen haben usw.? Finde es heraus und mache mehr davon um die Freude verstärkt in dein Leben zu holen.
Freude bringt Leichtigkeit, öffnet dich für Neues und hilft das Immunsystem zu stärken. Das rüstetet dich für schwierige Zeiten.

Mit einer freudigen Stimmung kannst du andere anstecken, das macht deine Begegnungen erfüllter, angenehmer und wirkt auf dich zurück.
Beobachte wann du dich freust und schreib es auf.
Das hat einen doppelten Nutzen: du entdeckst was dir Freude macht und du kannst dich später an diese freudigen Momente erinnern, wenn es dir mal schlecht gehen sollte.


Mit der Dankbarkeit funktioniert das auch. Schreibe jeden Tag auf, wofür du dankbar bist und fühle die Dankbarkeit so intensiv wie möglich. Das hebt die Stimmung, macht zufriedener und lenkt den Blick wieder auf das Positive.

Hole bewusst insgesamt mehr positive Gefühle in dein Leben, indem du dich mit Lachen, Freude, Dankbarkeit, Genuss usw. auseinandersetzt, sie spürst und dein Leben so gestaltest, dass Platz für sie ist.

2. Schlüssel zur Resilienz: realistischer Optimismus

Innere Haltung ändern mit Optimismus

Begegnest du dir selbst eher positiv oder schwirren da öfter Sätze in dir herum, die dich niedermachen?
Man kann auch sich selbst gegenüber optimistischer und positiver sein und dadurch die Einstellung zum Leben verändern.

Viele Sätze, wie: „Das schaffst du eh nicht“, „Dafür bist du zu blöd!“ oder „Das kannst du nicht!“ haben wir aus der Kindheit übernommen und halten unbewusst daran fest.
Sie sind abwertend und halten uns klein.

Es kann keine positive, lebensbejahende Haltung entwickelt werden, wenn wir diese Glaubenssätze nicht aufspüren, hinterfragen und verändern.

Wenn dir als Kind zu wenig zugetraut wurde, alles aus der Hand genommen wurde oder du beim kleinsten Fehler schon niedergemacht wurdest, konntest du kein gesundes Selbstvertrauen aufbauen und hast wahrscheinlich eine innere kritische Stimme mitgenommen, die dich immer wieder davon abhält durchzustarten. 

Wie kommst du da wieder raus?


Indem du dich auf deine Stärken fokussierst, dir bewusst machst, was du alles gut kannst oder in deinem Werdegang bereits gut gemacht hast. Schreib dir ruhig mal eine Liste mit all dem, was dir gut gelingt. Das können auch vermeintlich „kleine Dinge“ sein wie Kuchenbacken. Oder frag mal bei deinen Freunden und deiner Familie nach, was sie an dir schätzen und was sie als deine Stärken ansehen.

Diese Liste nimmst du das nächste Mal zur Hand, wenn du dich verunsichert, klein und nicht gut genug fühlst. Je öfter du dich auf deine Stärken besinnst und dich selbst positiv bewertest, umso mehr kann dein Selbstvertrauen wachsen.

Steuere dich selbst, indem du das machst, was du gut kannst und dir so Erfolgserlebnisse und ein gutes Gefühl holst. Konzentrierst du dich dagegen immer wieder auf deine Mängel oder Schwächen, drückt dich das eher nach unten.

Fühlst du dich gut, kannst du positiv gestimmt etwas wagen, was vielleicht noch nicht so gut geklappt hat oder eine Herausforderung für dich ist. Mit einer optimistischen Einstellung gelingt dir das besser und du fällst nicht in ein tiefes Loch, wenn es Rückschläge gibt.
Wir alle lernen aus Fehlern – die innere Haltung dazu macht den Unterschied, ob sie zur Katastrophe werden.

Aus dem Embodiment gibt es dazu einfache Körperübungen, die dich dabei unterstützen können positiv und offen auf die Welt zuzugehen.

Hier ein Beispiel aus der App Body2Brain:

Kopf hoch

„Kopf hoch“ hilft, sich kraftvoll und tatkräftig zu fühlen, macht einen starken Eindruck auf andere und verbessert die Stimmung.

Diese Übung ist ganz einfach: Nimm einfach den Kopf hoch.

Du musst nur deinen Muskeln erlauben, sich etwas zu strecken und dein Kinn dabei anzuheben.
Wenn wir anderen Menschen Mut und Hoffnung machen wollen benutzen wir die Redewendung: „Kopf hoch!”

Irgendwie scheinen wir intuitiv zu wissen, dass diese Körperhaltung mental und emotional wirklich hilft.
Also nimm einfach den Kopf hoch.
Bei jeder Gelegenheit.
Schon morgens beim Aufstehen.
Tagsüber und vor allem dann, wenn du merkst, dass du wieder einen Durchhänger hast.

Alle Aufwärtsbewegungen des Körpers, und dazu gehören auch der Kopf und die Halswirbelsäule, werden über Nervenbahnen den motorischen Arealen des Gehirns als positive Bewegungen gemeldet und über weitere neuronale Verschaltungen in den emotionalen Anteilen zu Selbstbewusstsein und Zuversicht verarbeitet. Dadurch entstehen Freudehormone und Antistresshormone.

 

2. Schlüssel zur Resilienz: realistischer Optimismus

2. Schlüssel zur Resilienz: Realistischer Optimismus

Der 2. Schlüssel für mehr innere Stärke und Resilienz ist also der realistische Optimismus.
Er gehört zur Kategorie der inneren Haltungen, wie die Akzeptanz und die Lösungsorientierung. Das heißt, dass sie aus deinem Inneren wirken und dort verbessert oder verändert werden können.
Eine innere Haltung die akzeptiert, was ist und optimistisch eingefärbt ist, hilft dir, mit Krisen, Herausforderungen und schwierigen Lebenslagen besser fertig zu werden.
Es lohnt sich also auf alle Fälle, in dich hineinzuhorchen und nachzubessern, wenn es da den einen oder anderen schiefen Ton zu hören gibt.

 

Kopf hoch und viel Spaß beim entdecken deiner Stärken!
Andrea

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Quellen:
Prof. Dr. Jutta Heller, Resilienz 7 Schlüssel für mehr innere Stärke; GU Verlag 
https://www.randomhouse.de/Viel-Glueck/Neu-Die-Body2Brain-App/aid46720_14412.rhd
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