Horoskop des Monats: Der dynamische Quadrant

Horoskop des Monats: Der dynamische Quadrant

Der dynamische Quadrant – was ist das?

Der dynamische Quadrant ist eine technische Methode der astrologischen Psychologie nach Huber.
Mit dem dynamischen Quadranten kann man reflexgesteuerte, automatisch ablaufende Handlungen ermitteln. Jeder Mensch hat ein eigenes Handlungsmuster das in vielen Bereichen des täglichen Lebens unbewusst abläuft.
Diesen Handlungsablauf zu kennen, bringt dich einen Schritt weiter zu dir selbst und macht dir bewusst, warum du was, wann, wie machst.

Das kann zum Beispiel bei der Berufswahl helfen oder bei Partnerschaften unterstützen.
Im Horoskop des Monats gehe ich dieses Mal darauf ein. 

Das Horoskop des Monats als Beispiel

Beim letzten Wanderurlaub mit meinem Mann ist mir beim stillen Dahingehen plötzlich der Gedanke gekommen, dass es immer einen bestimmten Ablauf gibt, wenn wir beide auf Tour gehen.  

Dazu ist mir dann die Methode des dynamischen Quadranten eingefallen, die ich natürlich mal gelernt, aber nie wirklich angewendet habe.

„Das schaust du dir mal bei dir selbst an“, dachte ich und habe es dieses Mal als Horoskop des Monats ausgesucht.

Diesen Monat geht es also mal um mich. 😊

Einteilung der Phasen im dynamischen Quadranten

Horoskop des Monats: der dynamische Quadrant

Eine Handlung beginnt mit einer Idee, einem Gedanken, einem Zweifel oder einer Kritik am Ist-Zustand.
Zum Beispiel: „Es ist langweilig, ich will was unternehmen.“

Dementsprechend nennt sich die erste Phase „Zweifelphase“.

Links außen sieht man die Abkürzungen für die einzelnen Bereiche im Horoskop. So kann man erkennen, in welcher Phase ich welchen Planeten für wen einsetze.


ICH bedeutet, dass ich den Planeten (das Werkzeug) in meinem Sinne und ohne die anderen einsetze.

KOL (Kollektiv) heißt, dass ich den Planeten für ein Kollektiv (eine bestimmte Gruppe bzw. Gemeinschaft), mit einem Kollektiv oder im Sinne eines Kollektivs einsetze. Ich möchte mit dabei sein.

DU bedeutet, dass ich den Planeten für einen anderen, mit einem anderen oder im Sinne eines Du einsetze und mich beim anderen rückversichere.

IND heißt, dass ich individuell handle, den Planeten situationsprägend und gestaltend einsetze und mich für andere mitverantwortlich fühle.



Also los mit dem Horoskop des Monats

In der Zweifelphase steht bei mir der Asteroid Chiron. Er befindet sich im Bereich des Kollektivs.

Mit Chiron an dieser Stelle motiviert es mich, wenn ich anderen helfen kann. Wenn ich etwas fürs Kollektiv (Familie, Klienten die Hilfe brauchen usw.) tun kann, das ihnen irgendwie weiterhilft.

Deshalb überlasse ich die Urlaubs- und Wanderroutenplanung meinem Mann, weil ich weiß, dass er gerne plant und es für sein Wohlbefinden gut ist, wenn er tun kann wie er möchte (nach dem strengen Ablauf in der Fabrik). 

Fühle ich mich jedoch alleine bzw. ausgeschlossen (Chiron) oder habe das Gefühl, dass ich nicht wirklich helfen kann, komme ich schwer in die Gänge und zweifle an mir und an allem (Chiron Quadrat Sonne).

Speziell beim Wandern in der Natur, fühle ich einen gewissen Weltschmerz, wenn ich sehe wieviel Abfall oft achtlos in die Natur geworfen wird. Das motiviert mich, etwas dagegen zu tun und lässt mich gleichzeitig manchmal an der Menschheit verzweifeln.

Die zweite Phase ist die „Ideenphase“

Hier steht meine Sonne (Du), mein Saturn (Kollektiv) und mein Mars (Individualität).

Nachdem feststeht was wir machen (welche Tour), gehe ich spontan und intuitiv los. Am liebsten aber zu zweit. Die Sonne im Du-Bereich geht nicht gerne alleine auf Tour.
Das heißt, wenn unterwegs die Beschilderung fehlt, dann gehe ich einfach, mein Mann schaut aber in Karte und Buch usw. nach und will auf Nummer sicher gehen. Er hat hier keinen Planeten stehen, aber dafür im forschenden, kontemplativen Bereich. Was bedeutet, dass er gerne lange und intensiv nachforscht, bevor er einer Idee folgt.

Vorher packe ich meinen Rucksack gewissenhaft und will möglichst an alles denken (Saturn). Dabei fühle ich mich auch für alle Teilnehmer an der Tour verantwortlich (Saturn im Kollektiv-Bereich).

Mit Saturn an dieser Stelle will ich die Handlung dann auch zu Ende bringen, bin zuverlässig und will trotz aller Spontanität das Ziel erreichen und als körperlich leistungsfähig wahrgenommen werden. Saturn ist kein Sprinter und hat dementsprechend bin ich sehr zufrieden mit einer langsamen Gangart, die gerne etwas anstrengend sein darf.

Im beruflichen Bereich, möchte ich andere stützen und fühle mich verantwortlich für das, was ich an Wissen weitergebe.

Mars aktiviert meine Ideenbildung und wird sehr aktiv, wenn es darum geht, Lösungen zu finden. Im neunten Haus sorgt er dafür, dass ich die nötige Begeisterung finde, wenn ich erstmal aktiv bin und das ich die Situation mitgestalten möchte.

Arbeite ich an einer Horoskopdeutung, dann suche ich immer wieder sehr aktiv nach allen möglichen Perspektiven, die meinem Klienten helfen können.

Bei meinem Mann stehen hier keine Planeten und begleitet meine spontanen Begeisterungsausbrüche meist eher bodenständig.

Das dritte Feld „Vertiefungsphase“ (forschend und kontemplativ) ist leer

Hier habe ich kein Werkzeug zur Verfügung, was mich einen großen Energieaufwand kosten würde, wenn ich lange nachdenken und erforschen würde.

Dafür kann mein Mann punkten. Bei ihm steht hier die Sonne im tiefgründigen Skorpion. Eine doppelte Erforschung sozusagen. 😉

Horoskop des Monats: der dynamische Quadrant
In der vierten Phase, der „Planungs und Willensphase“ steht der Mondknoten im Kollektiv

Der Mondknoten dient als Checkpoint. Hier wird Rückschau gehalten um festzustellen ob mir der bisherige Handlungsablauf entspricht und keine Fehler unterlaufen sind. Falls doch, ist Korrektur möglich bevor es weitergeht.

Ich vergewissere mich zwischendurch schon mal, ob es für meinen Mann passt, oder ob er doch lieber eine andere Tour gemacht hätte. Bei ihm steht in diesem Bereich Neptun. Weshalb er oft nicht wirklich greifbar und vage wirkt. Ich möchte trotzdem seine Wünsche nicht aus den Augen verlieren.


Der Mondknoten im Zeichen Stier sorgt hier offensichtlich auch dafür, dass ich mich in der Natur und im Wald so wohl fühle.

Beruflich ist mir wichtig, dass ich meine Familie (Kollektiv) nicht aus den Augen verliere, bodenständig bleibe (Mondknoten im Zeichen Stier) und nicht übers Ziel hinausschieße.

Im vierten Feld, der Aktionsphase oder Schaffensprozess, stehen Merkur (Du) und Neptun (Individualität)

Hier bin ich im Flow, kann ganz abschalten, die Dinge laufen lassen und fühle mich mit allem verbunden (Neptun). Ich genieße zwischendurch die Phasen in denen wir schweigen und den Vögeln zuhören. Naturerlebnisse helfen mir, mich zu erholen und Erlösung von Stress und Alltag zu finden. Neptun löst eine Sehnsucht nach diesem Gefühl aus, wenn ich vom Urlaub zurück bin, und hilft mir gleichzeitig bei meinen Achtsamkeitsübungen dieses Gefühl wieder abzurufen.  

Merkur im Du-Bereich freut sich, wenn jemand dieses Gipfel- bzw. Naturerlebnis mit mir teilt und ich mich darüber austauschen kann.

Bei meinem Mann steht hier ebenfalls Merkur im Du-Bereich. Wir führen beim Gehen sehr oft die besten Gespräche und teilen unterwegs gerne unsere Gedanken.  

Im beruflichen Alltag ist das Beratungsgespräch (Merkur) mit dem Klienten das Highlight für mich. Mein Neptun blüht auf, wenn er jemandem dabei helfen kann sich besser zu fühlen.

Jupiter steht in der fünften Phase, der Aufbauphase

In dieser Phase geht es um die Qualität und um das erfolgreiche Umsetzen. Ist es gut? Entspricht es meinen Ansprüchen? Führe ich es qualitativ hochwertig aus oder will ich es schnell fertig haben?

Auf dem Weg zum Berggipfel bleibe ich immer wieder stehen. Mein Lieblingszitat ist dann „Der Weg ist das Ziel” ich will mit Jupiter in Löwe alles sehen, aufsaugen und genießen. Ich mache mir ein Bild von der Welt um mich herum und schöpfe aus dem Vollen.
Ich gehe gerne zu Fuß, weil ich nur so das Gefühl haben kann, dass ich wirklich weiß wo ich war und viel gesehen und wahrgenommen habe.

Kann ich diese Begeisterung und Eindrücke teilen und wenn möglich noch darüber philosophieren (Jupiter), dann ist das eine runde Sache.  

Im Beruf kommt hier zum Tragen, dass ich mir beim Beraten ein Gesamtbild (Jupiter) von der Persönlichkeit, die mir gegenüber sitzt, mache und sie gerne dabei unterstütze, ihre Eigenart (Löwe) weiterzuentwickeln.

In der Festigungsphase (sechster Bereich) steht die Venus in Löwe im Du-Bereich

Genießen, Zeit haben, die Schönheit und Ästhetik der Natur aufsaugen, möglichst viel mitnehmen, in mich hineinnehmen, um noch lange was davon zu haben, das macht die Venus in diesem Bereich. „Das will ich wieder haben!“ und „Das liebe ich!“ sind Sätze, die ich immer wieder in mir spüre, wenn ich nach der Anstrengung die geballte Ladung „Schönheit der Natur“ erleben kann. Am Schönsten ist es hier wieder, wenn ich nicht alleine bin (Du-Bereich) oder wenn ich anderen erzählen kann, wie schön es wäre, wenn sie das auch erleben könnten. 😉

Meine Venus trifft hier auf den Mond meines Mannes. Beide können wir uns hier wohlfühlen und es uns gut gehen lassen. 

Nach einem fruchtbaren Beratungsgespräch, dass dem Klienten und mir etwas gebracht hat, fühle ich mich ausgeglichen (Venus) und werte noch aus, was alles besprochen wurde. Die Auswertung ist für mich wichtig, damit ich Nutzen daraus ziehen kann um wieder besser und mehr Menschen weiterhelfen zu können.   

Die siebte Phase ist die Verwertungsphase

Dort steht der Mond in Schütze im 11. Haus.
Oben auf dem Gipfel ist es für mich immer ein sehr erhebendes Gefühl diesen tollen Weitblick zu genießen = Schütze!

Die Alltagswelt wird so klein und ich fühle mich frei, unbelastet und trotzdem mit allem verbunden. Ein sehr erhebender Moment ist das jedes Mal! Diesen Eindruck nehme ich als Gefühl mit ins Tal und verbinde mich immer wieder in der Meditation damit (wie oben schon erwähnt), um eine positive Stimmung zu behalten.
Für meine Selbstfürsorge (Mond) ist es wichtig, dass ich mich immer wieder mal rausziehen und frei fühlen kann.

Hier ist mein Mann in seinem Metier. Es hat hier 6 Planeten zur Verfügung. Er hat eine gewisse Routine und Ordnung, die er gerne beibehält. Dazu gehört meistens die ruhige Brotzeit mit dem Gipfelbier. Da Saturn hier mitspielt, ist er oft sehr schweigsam und genießt die Einsamkeit.

Im beruflichen Bereich, ist mir am Ende einer Beratung wichtig, dass ich den Klienten gut versorgt habe (Mond), aber auch seine Freiheit und Unabhängigkeit vergrößern kann (Schützemond, 11. Haus). Selbstbestimmung und freie Entfaltung sind mir hier ein Anliegen.

Horoskop des Monats: der dynamische Quadrant
Achte Phase: Bewahrungsphase mit Uranus/Pluto im Zeichen Jungfrau im 8. Haus

In diesem Bereich geht es um Haben oder Sein. Die Aktivität beschränkt sich auf den Genuss des Erreichten oder die Enttäuschung über das Resultat. Man will bewahren und behalten.

Eine gewisse Traurigkeit überkommt mich hier immer wieder, weil Pluto mir sagt, dass es Abschied nehmen heißt. Der Gedanke, dass ich eventuell nie mehr an diesen schönen Ort kommen werde, macht mich sehr still beim Abstieg und manchmal bin ich den Tränen nahe.

Fotos mache ich mittlerweile immer weniger, weil mir bewusst ist, dass ich das Erlebte nicht festhalten kann. Es geht ums Sein, das heißt, um den inneren Reichtum der sich aus Fühlen, Sinneseindrücken und Dankbarkeit, dass ich sowas erleben darf, ergibt.

Uranus macht mich beim Abstieg phasenweise ungeduldig, weil ich diese inneren Vorgänge schnell hinter mir haben möchte.

Und mir graut oft schon vor dem kleinlichen Alltag mit seinen Notwendigkeiten (Jungfrau).
Ein hartes Erwachen erwartet mich im Tal! 😉

Mein Mann schaut hier schon aufs nächste Ziel oder den nächsten Urlaub – Jupiter steht bei ihm in diesem Bereich. 
Allerdings ist er zufriedener als ich und möchte alles möglichst lange so lassen wie es ist. 

In meiner Arbeit beginnt hier die Nörgelei und Unzufriedenheit der beiden Jungfrauplaneten, die ein Ideal (Uranus und Pluto als überpersönliche Planeten) in sich tragen.
Ich zerpflücke meine Arbeit, vergleiche mich mit anderen (beide stehen im Du-Bereich) und kann sehr selbstkritisch werden. Dann kann es vorkommen, dass ich innerlich kein gutes Haar an mir lasse.
Mit Selbstmitgefühl kann ich das gut in den Griff kriegen. Schaffe ich es dann noch vernünftig mit meiner Kritik umzugehen, kann ich meine Arbeit stetig verbessern ohne daran kaputt zu gehen. 😊

Fazit

Mit der Methode des dynamischen Quadranten kann man feststellen, warum man etwas gerne tut und in welchem Bereich man Stärken hat. Das kann bei der Berufswahl ein guter Hinweis sein, um sich optimal einbringen zu können und sich im Einklang mit dem zu fühlen, was  man tut.

In Partnerschaften kann das Verständnis für den anderen wachsen, wenn man weiß, dass er in bestimmten Bereichen aktiver ist. Außerdem zeigt der dynamische Quadrant, wo der Partner eine Lücke füllen kann. So kann man sich gut ergänzen und wertschätzen, dass der jeweils andere hier „einspringt“. 

Wissen und erkennen, schafft Verständnis! Für sich selbst und für andere. 

Quelle: Sybille Sulser „Die astrologische Psychologie weiterentwickelt“; Astronova 2019

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2 Kommentare

  1. Brigitte Sander

    Hallo Andrea, der dynamische Quadrant würde mich für mich auch interessieren.
    LG Brigitte

  2. Hallo Brigitte!
    Wie ist es bei dir auf der Insel?
    Danke, für dein Interesse!
    Schreib mir doch kurz übers Kontaktformular oder per E-Mail was du für Fragen hast und was du genau wissen möchtest (berufliche Ebene, Partnerschaft, allgemein usw.).
    Dann klären wir alles weitere.

    Liebe Grüße
    Andrea

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