Neptun – der Unsichtbare

Neptun – der Unsichtbare

Neptun ist ein Planet der schwer zu (be)greifen ist. Das war das erste was ich gemerkt habe, als ich diesen Artikel schreiben wollte. Neptun der Unsichtbare passt also ganz gut! 😉

Eine Klientin hat mir gesagt, dass ich doch mal einen Artikel über Neptun schreiben könnte, damit mehr Menschen verstehen, was es mit ihm auf sich hat.Jetzt schiebe ich das Schreiben schon solange vor mir her und weiß immer noch nicht genau, was ich eigentlich sagen will.

Heute Morgen habe ich mir dann gedacht, dass es genau das ist, was mit Neptun vor sich geht. Dieses verschleierte, ungenaue Nicht-Wissen. Neptun der Unsichtbare ist ein intuitiver Geselle, der sich eher treiben lässt, als dass er einen Plan hat. 
Das ist seine Stärke und gleichzeitig auch seine Schwäche.

Neptun - der Unsichtbare

Aktives Nicht-Tun als Stärke

Letztes Jahr habe ich die Ausbildung zur Achtsamkeitstrainerin gemacht. Achtsamkeit hat viel mit aktivem Nicht-Tun zu tun.
Aktives Nicht-Tun hört sich sehr widersprüchlich an und man könnte meinen, dass das gar nicht möglich ist, weil man ja beim Nicht-Tun nicht aktiv sein kann.

Aber das ist nicht so!
Wer schon mal meditiert hat, der weiß, wie aktiv es sein kann sich hinzusetzen und zu versuchen, nicht jedem Gedanken zu folgen und sich zu entspannen, wenn dir der Kopf laufend erzählt, was du alles zu tun hast.

Achtsamkeitsmeditation

Bei der Achtsamkeitsmeditation geht es nicht darum keine Gedanken mehr zu haben.
Nein, es geht darum, diese Gedanken wahrzunehmen ohne zu bewerten und zu urteilen und sie dann einfach weiterziehen zu lassen.
Das heißt, dass man sich selbst beim Denken beobachtet und aktiv im Nicht-Tun bleibt.

Das kann anfangs sehr anstrengend sein und erfordert auch Disziplin. Übung macht den Meister! 😊


Dieses Nicht-Tun und die Hingabe an das was gerade ist, bringe ich mit Neptun in Ver-bindung: laufen lassen, gelassen bleiben, loslassen und möglichst nicht den Impulsen folgen, die auftauchen.
Das fällt heute sicher sehr wenigen Menschen leicht.

Wir sind es gewohnt schnell von einem zum anderen zu springen, keine Zeit zu haben und möglichst viel in möglichst kurzer Zeit zu schaffen.

…und für alles eine Lösung zu haben. Und wenn wir keine haben, dann googeln wir.
Neptun ist out!
…und er fehlt uns!

Sich treiben lassen als Schwäche

Als ich mich heute für diesen Artikel mit Neptun beschäftigt habe, sind mir folgende Schlüsselworte in die Finger gekommen:
Haltlos, durchsetzungsschwach, tatenlos, schlaff, schlampig, unorganisiert, rückgratlos, lässt das Leben verstreichen, wehrlos, unehrlich, willensschwach …

Diese Eigenschaften zeigen eindeutig in eine Richtung, die wir als Schwächen bezeichnen.
Sich einfach treiben und den Dingen ihren Lauf lassen, kann in bestimmten Situationen sehr sinnvoll sein.
Wird es aber zum Lebensmotto, kommt sicher nichts Gutes dabei raus.
Die Freude an der eigenen Gestaltungskraft, die dem Leben einen persönlichen Stempel aufdrückt, schmilzt dahin.
Man wird zum Opfer der Umstände, ist abhängig von anderen, wird zur Belastung und geht ihnen schließlich auf die Nerven.

Das eigene Leben wird vergeudet und Schuld sind immer die anderen.
Die schlimmsten Fälle enden in Süchten und werden zum Pflegefall.

Neptun „arbeitet“ bei Süchten unsichtbar und schleichend. Auch hier macht er seinem Namen „Neptun der Unsichtbare“ alle Ehre.
Zuerst verschafft er in Tabletten- oder Flüssigform Erleichterung, um dann giftig und auflösend zu wirken und den Organismus langsam zu zerstören.

…und was braucht es um sich aus diesem Teufelskreis zu befreien?
Willensstärke und Disziplin! Der Gegenspieler von Neptun ist also unser oft ungeliebter Freund Saturn! 😉

Neptun - der Unsichtbare

Neptun der Unsichtbare lüftet den Schleier

Mit Neptun kann uns bewusstwerden, dass es hinter dem Sichtbaren noch etwas gibt. Er gibt uns ein Gespür für die Zwischentöne und das, was nicht ausgesprochen wird.
Hast du dir nicht auch schon mal gedacht: „Ich hab da so eine Ahnung, aber ich kann es nicht klar in Worte fassen, was es ist!“?

Das ist die Feinfühligkeit von Neptun, die uns daran erinnert, dass wir mehr wahrnehmen, als dass, was unsere Sinne konkret erkennen können.
Viele Menschen erzählen von einer unsichtbaren Verbindung, die sie immer noch spüren, wenn Nahestehenden verstorben sind. Das hat nicht unbedingt etwas mit Hellsicht o.ä. zu tun. Dieses Gespür hat jeder von uns, aber in unserem rational-technischen Zeitalter ist selten Platz für etwas, dass nicht mit Fakten zu belegen ist.

Illusion von Sicherheit in der Coronakrise

Das Heilmittel von Neptun ist die Ent-täuschung.
Dort wo wir uns gerne täuschen lassen und Tatsachen ignorieren, weil es leichter ist, nicht genau hinzuschauen, sind Enttäuschungen nicht weit.

„Sich in falscher Sicherheit wiegen“ ist auch ein Neptunthema, wenn wir Dinge ausblenden und ignorieren, die uns verunsichern könnten.

Neptun steht seit Februar 2012 in seinem eigenen Zeichen Fische. Er ist also schon seit einigen Jahren in seinem heimischen Umfeld und fühlt sich dort natürlich am wohlsten. 

Am 11. März 2020 hat die WHO den Ausbruch von Covid-19 zur weltweiten Pandemie erklärt.

Damals standen Sonne und Neptun im Zeichen Fische eng beieinander und hatten eine Verbindung zu Mars, Jupiter, Saturn und Pluto im grenzsetzenden Zeichen Steinbock.

Neptun - der Unsichtbare

Dieser Aspekt alleine reicht sicher nicht um ein so gravierendes Ereignis zu beschreiben, aber den Teil der „trügerischen Sicherheit“ kann man schon damit in Verbindung bringen.

Alle Sicherheiten, Systeme, Gesetze und Regeln, auf die wir uns verlassen haben, wurden aufgeweicht.
Neptun will uns zeigen, dass wir alle vergänglich sind und dass wir uns irgendwann auflösen. Wir können uns noch so komplizierte Sicherheitssysteme und medizinische Hilfsmittel erschaffen, irgendwann müssen wir uns hingeben und loslassen.

Das haben wir nicht im Griff!

Genauso fühlt es sich zurzeit in Sachen Pandemie an! Als ob wir nichts im Griff hätten.
Eine große Lernaufgabe für uns zivilisierten Menschen, die das Thema Tod und Vergänglichkeit gerne ausblenden.

In diesem Youtube-Video beschreibt Fr. Sabine Mehne sehr eindrücklich was es heißt sich dem Unausweichlichem hinzugeben, wenn die Zeit reif ist dafür:

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Und sie spricht von einer „inneren Stimme“, die ihr eine Ahnung davon gibt, was kommt. Sie hat mittlerweile gelernt auf dieses Ahnen zu vertrauen. Wie sie sagt, ist alles so gekommen, wie diese Stimme es ihr „eingeflüstert“ hat.

Neptun der Unsichtbare – Rückzug

Neptun gehört zu dem Bereich im Horoskop der am weitesten von der Außenwelt entfernt ist – dem 12. Haus. Er steht für Rückzug, dafür nicht sichtbar zu sein und nicht gesehen zu werden.

„Sich mal rausziehen“ meint, dass man sich eine Auszeit gönnt, abschalten kann und sich komplett vom Alltagsgeschehen abschottet.

Das ist das Bedürfnis, dass Neptun bei uns weckt, wenn alles zu viel wird und wir unser Nervensystem nicht mehr aussortieren können.

Achten wir nicht auf eine gesunde Balance zwischen den Anforderungen des Lebens und Zeiten in denen wir uns ausruhen, dann werden wir krank.
Dann steht Bettruhe oder gar ein Krankenhausaufenthalt an. Daher wird das 12. Haus auch mit Krankenhäusern u.ä. in Verbindung gebracht.
Dann haben wir Zeit uns um uns selbst zu kümmern und darüber nachzudenken wie es in uns und um uns herum eigentlich ausschaut. Ist da alles in Ordnung?
Was haben wir übersehen oder ignoriert? Vielleicht ja schon das eine oder andere Zipperlein, das jetzt zur Krankheit geführt hat?

Von diesem Gesichtspunkt aus, ist der Rückzug (Lockdown) und Stillstand der Gesellschaft in der Corona-Krise, eine gute Gelegenheit um Ordnung zu schaffen.
Jetzt haben wir Zeit hinzuschauen und herauszuspüren, wo wir und unsere Welt krank sind.
Es sind mittlerweile viele Dinge aufgetaucht, die nicht in Ordnung sind und uns auch ohne Virus krank machen.

Neptun und das Mitgefühl

Pflege von etwas Krankem braucht Mitgefühl.
Jeder Mensch hat einen Neptun im Horoskop und kann somit Empathie empfinden.
Außer er benutzt ihn um sich zu betäuben, damit er nicht mehr mit Leid und Elend konfrontiert wird. 

Mitgefühl kann das Leben auf der Erde verbessern.
Umweltzerstörung, Umweltausbeutung, Ausbeutung von Billiglohn-Arbeitskräften oder Bodenschätzen in ärmeren Ländern kann durch Mitgefühl unterbunden werden.

Eine Voraussetzung dafür ist, das uns bewusst ist, dass wir alle eins sind.
Wieder ein Neptunthema!
Verschmutzt ein Industrieland die Atmosphäre, macht das nicht an einer Grenze halt.
Es gibt nur eine Lufthülle um unseren Planeten und die ist für alle da.

Genauso ist es mit Wasser, Regen und den Meeren.
Schmeißen wir Plastikabfälle in unsere Flüsse, wandern sie ins Meer und liegen schließlich bei der nächsten Fischmahlzeit als Mikroplastik wieder auf unserem Teller. 

„Aus den Augen aus dem Sinn“ kann sich subtil und unsichtbar durch die Hintertür wieder hereinschleichen.
Genau wie Neptun, mit dem wir vieles ignorieren können das uns früher oder später aber wieder einholt.

Neptun - der Unsichtbare

Blinde Flecken

Blinde Flecken hat jeder von uns. Wir sehen einfach nicht alles.
Das hilft uns auszublenden, was gerade nicht wichtig ist oder uns nicht guttut.
Die Augen aber bewusst zu verschließen oder sich vor den herausfordernden Ereignissen zu drücken ist kein blinder Fleck.

Sich ab und zu rauszuziehen und der Seele Ruhe zu gönnen ist notwendig.
Sich abzuschotten und im Urlaub in der Hängematte zu chillen ohne die Nöte der Einheimischen oder die Luftverschmutzung durch das Fliegen zu beachten, hat damit nichts zu tun. 

Immer mehr Leistung zu bringen, damit wir mit dem Konsumangebot unserer Welt mithalten können ist einseitig und nimmt uns die nötigen Auszeiten.
Immer feiner auszutüfteln, wo gespart werden kann, damit der Gewinn eines Unternehmens möglichst hoch ist, reibt Arbeitskräfte auf und macht sie krank.

Das alles zeigt ein Ungleichgewicht der Achse Jungfrau (Merkur)/Fische (Neptun) an.
Seit dem Ausbruch von SARS-CoV-2 hat sich immer wieder gezeigt wie viele Missstände es in diesem Bereich gibt.

Die Firma Tönnies ist ein Beispiel:
https://www.rnd.de/wirtschaft/unterkunfte-der-tonnies-fleischarbeiter-zwischen-kakerlaken-und-flotter-

Neptun steht noch bis März 2025 in seinem eigenen Zeichen Fische.
Was wird sich bis dahin auflösen, erlösen und mitfühlender werden?

Neptun - der Unsichtbare
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2 Kommentare

  1. Brigitte Sander

    Hallo, bin jetzt erst zum lesen von deinem Neptun gekommen. Super, sehr gut und verständlich geschrieben. 👍
    Habe seit langem mal wieder Bücher gelesen (spirituel). Danke und liebe Grüße aus La Palma
    Brigitte

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